Wipfeld

Rathaus in Wipfeld bleibt auch 2019 faschingsfreie Zone

Faschingsfreie Zone: Im Wipfelder Rathaus darf nach dessen aufwändigen Sanierung kein Rathaussturm mehr gefeiert werden. Foto: Werner Oechsner

Der Rathauskeller bleibt auch in diesem Jahr faschingsfreie Zone, gemäß Mehrheitsbeschluss im Gemeinderat. Im letzten Jahr hatten die Narren aufgrund des Rathausumbaus ihren traditionellen Rathaussturm in der Schule gefeiert und wollten jetzt wieder zurückkehren in den Rathauskeller. Mit dem Antrag der "Närrischen Vereinigung", den Rathaussturm 2019 wieder im aufwendig sanierten Untergeschoss des Rathauses zu feiern, mochte sich Bürgermeister Tobias Blesch aber nicht anfreunden. Auch in Sorge um das Treppenhaus. Er verwies auf die Nutzungsordnung im Alten Rathaus Kürnach, die Feiern mit "Party- und Fetencharakter" ausschließt. Wenn, dann müsse die Zahl der Gäste begrenzt bleiben.

Maria Lindner sieht das Vorhaben ebenfalls kritisch. "Die närrische Vereinigung hat einen hohen Stellenwert", meinte Barbara Wiederer. Die Gemeinde müsse aber an die ins Rathaus investierte Summe von mehr als 600 000 Euro denken. Man könnte nach dem Rathaussturm auch einen Fackelzug zur Schule anschließen lassen, wo im letzten Jahr gefeiert worden war.  

Gerade wegen der hohen Kosten will Sebastian Lother den Keller öffentlich (und öfters) nutzen lassen: "Es heißt Rathaussturm." Auch andere Gemeinderäte verwiesen auf die Faschingstradition. Die Vereinsvertreter befürchten zudem doppelten Verpflegungsaufwand, wenn beim Faschingsauftakt zwischendurch zur Schule gewechselt werden müsse.

Es folgte eine längere Debatte zwischen "Traditionalisten" und Skeptikern im Rat, bei der auch Haftungsfragen bei Schäden eine Rolle spielten. In 30 Jahren habe es da keine Beschwerden gegeben, hieß es von Vereinsseite. Am Ende wurde der Antrag dennoch mit vier zu fünf Stimmen abgelehnt. Nun wird die Prinzenpaar-Proklamation wieder in der Conrad-Celtis-Schule gefeiert, als Alternativstandort (einstimmiger Beschluss). Eine endgültige Regelung zum Thema Rathaussturm und Kellernutzung soll noch folgen.

Rund 4900 Euro trägt die Gemeinde zur Erstellung eines Bewässerungskonzepts der Region Main-Steigerwald bei. Die Federführung liegt bei Dingolshausen: Ziel ist eine schonende Nutzung der Wasserressourcen, auf den landwirtschaftlichen Flächen der Teilnehmer. Formal noch einmal erlassen wurde die Gestaltungssatzung für den Wipfelder Altort, die im letzten Jahr ihr "Verfallsdatum" erreicht hatte. Sie kann aber in Zukunft  überarbeitet werden: mit Blick auf etwaige Lockerungen, Stichwort Photovoltaik auf den Dächern.

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