Sulzheim

Rathausumbau in zwei Bauabschnitten

Das Zuhause der Sulzheimer Feuerwehr ist in das dortige Rathaus integriert. Nach dem barrierefreien Umbau des Rathauses im kommenden Jahr wird auch das Feuerwehrgerätehaus um- und angebaut. Foto: Peter Pfannes

Das Sulzheimer Rathaus wird im kommenden Jahr barrierefrei umgebaut und brandschutztechnisch ertüchtigt. In einem zweiten Bauabschnitt wird anschließend das Zuhause der Feuerwehr im Rathaus umgebaut. Außerdem soll ein Anbau für die Floriansjünger errichtet werden. Der Beschluss, den der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag mehrheitlich fasste, ist das Ergebnis der Gespräche zwischen den Gemeindeoberen und den Kommandanten der Wehr. Gegen das Abkommen stimmten Manuel Nöller und Daniel Stark.

"Es war ein gutes Gespräch mit einem runden Ergebnis", ging Bürgermeister Jürgen Schwab auf das Treffen mit den beiden Kommandanten Martin Geier und Sebastian Heim vor einer Woche ein. Neben Architekt Hermann Feller nahmen auch dritter Bürgermeister Elmar Weinbeer sowie die Ratsmitglieder Christian Schäfer und Rainer Fuchs an dem Ortstermin teil. Die Feuerwehr habe sich eindeutig dafür ausgesprochen, den Standort am Rathaus zu belassen und keinen Neubau zu errichten, erläuterte Schwab das Ergebnis.

Um Planungssicherheit zu haben, hätten die Kommandanten einen entsprechenden Beschluss des Ratsgremiums gewünscht. Als Vorteile des jetzigen Standorts führten die Feuerwehrchefs an, dass die Leistungsabzeichen dort abgelegt werden können. Weiterer Pluspunkt seien die zentrale Lage und die Einbruchsicherheit. Außerdem bleibe das Ortszentrum "belebt". Sollte sich die Sparkasse irgendwann aus ihren Räumen im Rathaus zurückziehen, könnte dort eine Art Einsatzzentrale entstehen.

Schwab will jetzt das Gespräch mit der Sparkasse suchen, um zu erfahren, wie deren Pläne für die Zukunft der Bankräume im Rathaus aussehen. Planer Feller sieht einen Anbau von Sozialräumen an das Rathaus vor. Getrennte Duschen und Toiletten für Frauen und Männer entstehen im Keller. Der Architekt will zeitnah einen entsprechenden Entwurf vorlegen. Die momentanen Kosten für den barrierefreien Rathausumbau schätzt er auf 348 000 Euro, was den Ratsmitgliedern Nöller und Stark zu hoch erschien. Etwa 100 000 Euro fließen an öffentlichen Zuwendungen, so dass die Gemeinde etwa 250 000 Euro an Eigenkapital aufbringen muss. Die Kosten für das Feuerwehrprojekt werden noch ermittelt und kommen dann später noch hinzu.

Weitere Themen im Gemeinderat

Umfangreich diskutiert hat der Gemeinderat die Erstellung eines Kanalkatasters. Anlass war die Forderung des Bayerischen kommunalen Prüfungsverbands nach einem Grundsatzbeschluss. Die Kosten belaufen sich für die optische Inspektion aller Kanäle in den vier Ortsteilen auf 357 000 Euro und für die Auswertung der Ergebnisse auf 32 000 Euro. Ob die Maßnahme zuwendungsfähig ist, wird zurzeit in der Verwaltung geklärt. Das sei eine Menge Geld, lautete die Meinung mehrerer Ratsmitglieder. Zweiter Bürgermeister Albrecht Dazer war der Ansicht, dass Unterlagen in der Verwaltungsgemeinschaft bereits vorhanden sein müssen. Der Tagesordnungspunkt wurde vertagt, bis offene Fragen geklärt sind.

Am Flurweg in Alitzheim soll eine landwirtschaftliche Geräte- und Lagerhalle neu entstehen. "Wir müssen unsere Landwirte unterstützen", meinte Hubert Pfaff. Weil das geplante Gebäude von der Firsthöhe niedriger als das Nebengebäude ist, stimmte das Gremium dem vorliegenden Bauantrag einstimmig zu. Jürgen Kneißl wies darauf hin, dass im Falle eines Abrisses des bestehenden Gebäudes eventuell ein weiterer Antrag auf Abbruchgenehmigung gestellt werden muss.

Die (Brief-)Wahlvorstände bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 erhalten für ihre Tätigkeit einmalig ein Erfrischungsgeld von jeweils 20 Euro. Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag des Landratsamtes Schweinfurt einstimmig zu.

Marion Fuchs gab nichtöffentlich gefasste Beschlüsse der letzten Sitzungen bekannt, für die die Geheimhaltungsgründe weggefallen sind. Am See in Mönchstockheim werden Wasserbausteine am Ufer eingebaut. Der Auftrag wurde vergeben. Verschiedene Arbeitsaufträge beim Bau des Jugendraums in Alitzheims und des Feuerwehrhauses Mönchstockheim wurden an die bei den Ausschreibungen günstigsten Unternehmen vergeben.

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