Euerbach

Rekordhaushalt für Euerbach

Da sich gewisse Dinge nicht aufschieben lassen, tagte vergangenen Dienstag der Euerbacher Gemeinderat. In der Turnhalle der örtlichen Grundschule kamen die Räte zusammen, zwischen den einzelnen Tischen wurde der vorgeschriebene Mindestabstand gewahrt. Wichtigster Punkt auf der Tagesordnung war die Verabschiedung des Haushaltes für das Jahr 2020, um dem neu gewählten Gemeinderat in finanziellen Dingen Handlungsfähigkeit mit auf den Weg zu geben, beschrieb Bürgermeister Arthur Arnold einführend.

Von einem rund 13 Millionen Euro umfassenden Gesamthaushalt sprach das Gemeindeoberhaupt, ein Rekord für Euerbach. Dennoch seien die im Haushalt abgebildeten Posten ein Spiegelbild dessen, was das Gremium in den letzten Jahren beschlossen habe, getroffen nach dem Leitbild, Investitionen in Familien, Kinder und Senioren zu treffen. Zwar sei eine Kreditaufnahme für die Verwirklichung der großen Projekte wie den Kindergartenneu-, dem Schulanbau sowie der angehenden Dorferneuerung unumgänglich, doch äußerte sich Arnold positiv darüber, dass man einen großen Anteil aus Eigenmitteln stemmen könne.

Hernach stellte Gemeindekämmerer Paul Eck den Haushalt im Einzelnen vor. Der Verwaltungshaushalt wird demnach ein Gesamtvolumen von rund fünf Millionen Euro haben, die größte Einnahmequelle bildet der Einkommensteueranteil mit rund zwei Millionen Euro. Hinzu kommen Schlüsselzuweisungen (850 000 Euro) sowie Zuweisungen und Zuschüsse wie beispielsweise die Betriebskostenförderung für Kindergärten (rund 700 000 Euro). Die Gewerbesteuer wurde auf 520 000 Euro angesetzt, Eck äußerte sich optimistisch, diese trotz der Corona-Krise auch zu erreichen. Höchste Ausgabenpunkte bilden Zuweisungen und Zuschüsse (1,3 Millionen Euro), Personalausgaben (1,05 Millionen Euro) sowie die Kreisumlage mit 1,18 Millionen Euro.

Sechs Millionen Euro aus eigenen Mitteln beisteuern

Der Vermögenshaushalt hat ein Gesamtvolumen von knapp 7,9 Millionen Euro. Hier schlagen insbesondere die Baukosten für die Schule (1,2 Millionen Euro) sowie den Kindergarten (3,1 Millionen Euro) zu Buche. Neben Zuwendungen (3 Millionen Euro) wird dieser insbesondere durch Kredite (1,66 Millionen Euro) und Rücklagenentnahme (1,87 Millionen Euro) finanziert. Eck betonte, dass die Gemeinde also rund sechs Millionen Euro aus eigenen Mitteln beisteuern könne.

Der am Ende einstimmig ausfallende Beschluss zeigte die breite Befürwortung des Haushalts durch die Räte. Euerbachs angehende Bürgermeisterin Simone Seufert fügte an, dass es eventuell durch die aktuell vielen Unwägbarkeiten irgendwann notwendig sein könne, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Sie befürwortete den Vorschlag, der steigende Schuldenstand der Gemeinde von rund zwei Millionen auf gut 3,3 Millionen Euro war ebenfalls im Vorhinein bekannt. Oliver Madinger und Euerbachs zweiter Bürgermeister merkten abschließend an, dass der künftige Gemeinderat umsichtig und mit Fingerspitzengefühl agieren müsse.

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