Schweinfurt

Richard Graupner führt die AfD-Stadtratsliste Schweinfurt an

Die AfD will auch im neuen Stadtrat vertreten sein, nominiert wurde eine Liste mit 15 Kandidaten. Einen Oberbürgermeisterkandidaten stellt die Partei nicht.
Der AfD-Landtagsabgeordnete und Stadtrat Richard Graupner führt die AfD-Liste für die Stadtratswahl 2020 an. Foto: Anand Anders

Neun Listen mit Kandidaten von Parteien und Wählervereinigungen gibt es mittlerweile für die Stadtratswahl am 15. März in Schweinfurt. Vor wenigen Tagen nominierte die Alternative für Deutschland ihre Liste. Auf dieser stehen laut einer Pressemitteilung von Richard Graupner, Landtagsabgeordneter und AfD-Bezirksvorsitzender, 15 Personen, die  mehrfach genannt werden.

Listenführer auf Platz eins ist Richard Graupner. Er ist seit 24 Jahren im Stadtrat, wurde dort zunächst für die Republikaner gewählt. Seit 2016 ist Graupner AfD-Mitglied, seit der letzten Landtagswahl sitzt er als Abgeordneter im Maximilianeum in München, der frühere Polizeihauptkommissar ist stellvertretender Vorsitzender der Landtagsfraktion. Auf den weiteren Plätzen der Liste folgen Sebastian Madeiski, Daniela Mahler, Andrej Horn und Roberto Gitter.

Zu den Wahlzielen seiner Partei sowie den kommunalpolitischen Themenschwerpunkten führte Graupner in der Pressemitteilung aus: „Unser Ziel ist es, deutlich mit Fraktionsstärke in das Schweinfurter Rathaus einzuziehen und somit zum entscheidenden Faktor und zur starken Stimme einer bürgerlichen Mehrheit zu werden."

Welcher OB-Kandidat unterstützt wird, ist noch offen

Fraktionsstärke im Schweinfurter Stadtrat wären drei Mandate, bisher hat die AfD eins. Als Fraktion wäre die AfD auch in den Stadtratsausschüssen vertreten, was man im Moment nicht ist, weil keine andere Gruppierung mit Graupner eine Fraktionsgemeinschaft einging.  Graupner hält das Ziel für "realistisch", bezugnehmend auf die Ergebnisse seiner Partei unter anderem bei der Landtagswahl 2018, als man in Schweinfurt 13,96 Prozent Stimmenanteil hatte.

Einen eigenen OB-Kandidaten stellt die Partei nicht, es wurde aber laut Graupner länger darüber diskutiert. Er selbst habe schon seit Wochen verdeutlicht, dass er aufgrund seiner Verpflichtungen nicht zur Verfügung stehe.

Ob die AfD einen der drei OB-Kandidaten unterstützt, ist offen, so Graupner auf Nachfrage dieser Redaktion. Klar sei nur, dass man Grünen-Kandidat Holger Laschka sicher nicht unterstütze. Ob die Partei eine Empfehlung für Amtsinhaber Sebastian Remelé (CSU) ausspricht, werde noch diskutiert.

Oberbürgermeister Sebastian Remelé (links) und Richard Graupner beim Neujahrsempfang der Stadt im vergangenen Jahr. Foto: Josef Lamber

Laut Pressemitteilung setzt die Schweinfurter AfD inhaltlich auf die im Oppositionsprogramm der Landtagsfraktion erläuterten Themen auch auf kommunaler Ebene: "Schweinfurt darf nicht länger Experimentierfeld oder gar wirtschaftlich Leidtragender von migrations- und klimapolitischen Phantastereien der Altparteien sein. Wir maßen uns nicht an, mit unserer Politik das Weltklima zu retten oder die Armut der Welt beseitigen zu können", erklärt Graupner.

Man trete für eine "Migrationspolitik nach geltendem Recht", "Umweltpolitik mit Augenmaß" sowie eine "konsequent an den Interessen der ortsansässigen Unternehmen und deren Beschäftigten orientierte Wirtschaftspolitik" ein. Die AfD fordert "eine sichere Stadt mit sicheren Arbeitsplätzen für unsere Bürger statt ein ‚sicherer Hafen‘ für sich mehrheitlich illegal bei uns Aufhaltende!

Die Kandidaten der AfD in Schweinfurt
Listenplatz: 1:Richard Graupner (die Kandidaten werden mehrfach genannt), 2: Sebastian Madeiski, 3: Daniela Mahler, 4: Andrej Horn, 5: Roberto Gitter, 6: Alexander Stein, 7: Sven Westphal, 8: Arno Kastner, 9: Kay-Uve Härtwig, 10: Michael Pekar, 11: Resurreccion Murillo Carcel, 12: Stefan Graupner, 13: Petra Graf, 14: Helmut Gessner, 15: Karin Härtwig.

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