KULTURFORUM

Rock ?n? Roll und Heimatfilme

Manch einer mag sich noch an diese Wundermaschine aus den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts der Firma Vorax erinern, die sich als Rührgerät, Entsafter, Zerkleinerer, Bohrmaschine und Föhn nutzen ließ. Das gute Stück ist nun Teil der Sammlung des Kulturforums und wird demnächst in der neuen Ausstellung des Stadtmuseums zu sehen sein.
Manch einer mag sich noch an diese Wundermaschine aus den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts der Firma Vorax erinern, die sich als Rührgerät, Entsafter, Zerkleinerer, Bohrmaschine und Föhn nutzen ließ. Das gute Stück ist nun Teil der Sammlung des Kulturforums und wird demnächst in der neuen Ausstellung des Stadtmuseums zu sehen sein. Foto: Andrea Mayer

Manch einer mag sich noch an diese Wundermaschine aus den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts erinnern: eine multifunktionale Küchenmaschine der Firma Vorax, die sich als Rührgerät, Entsafter, Zerkleinerer, Bohrmaschine und Föhn nutzen ließ. Heute ist das gute Stück aus einem Schweinfurter Haushalt Teil der Sammlung des Kulturforums und wird demnächst in der neuen Ausstellung des Stadtmuseums zu sehen sein.

Die 50er und 60er Jahre des 20. Jahrhunderts waren natürlich auch in Schweinfurt vom „Wirtschaftswunder“ geprägt. Nach den harten Kriegszeiten begann sich das Leben zu normalisieren, und die Menschen wollten sich wieder vergnügen, schreibt Andrea Mayer, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kulturforum, in einer Pressemitteilung.

In den Bavaria-Lichtspielen am „Postplatz“ in Schweinfurt, heute der Georg-Wichtermann-Platz, liefen Kassenschlager wie „Schwarzwaldmädel“ und „Sissi“, in der Milchbar der Familie Kress am Roßmarkt traf sich die Jugend. Harry Gelbfarb eröffnete 1956 im Graben das erste Fitnessstudio Deutschlands, das Sommerbad öffnete seine Pforten und das Kaufhaus Kretzschmar sorgte mit der ersten Rolltreppe Schweinfurts für Furore. Im neuen Stadtmuseum soll natürlich auch diese Epoche thematisiert werden, so Mayer. Daher ist das Kulturforum weiterhin auf der Suche nach Gegenständen und Geschichten, derzeit vor allem nach Objekten aus den 50er und 60er Jahren. Viele Gegenstände mögen auf den ersten Blick wenig wertvoll oder gar „museumsreif“ erscheinen, sind aber oft wichtige Zeugnisse ihrer Zeit und eines „Lebensgefühls“ – wie die bereits erwähnte Küchenmaschine.

„Wir möchten die Schweinfurter auch weiterhin dazu auffordern, ihre Dachböden und Keller zu durchstöbern und nach Erinnerungsstücken zu forschen, die sie uns zur Verfügung stellen können“, so Katharina Christ, Leiterin des Kulturforums.

„Dabei sind wir auf der Suche nach ganz unterschiedlichen Objekten und Geschichten“, ergänzt Andrea Mayer. „Uns interessiert: Was haben Sie in diesen Jahren in Schweinfurt erlebt? Waren Sie z. B. ein „Kufi-Kind“ und haben an den legendären Weihnachtsfeiern teilgenommen?“ Vielleicht haben Sie im Sommerbad schwimmen gelernt und besitzen noch Ihre alte Badekappe? Waren Sie womöglich Teil einer Rock ?n? Roll-Band und besitzen noch das Instrument, mit dem Sie damals auftraten? Haben Sie noch Ihr erstes Auto oder das Autoradio daraus? Waren Sie mit diesem Auto im Italienurlaub und haben Reiseandenken mit zurückgebracht? Kein Objekt ist für uns unbedeutend. Wichtig ist aber immer ein Bezug zu Schweinfurt, so Mayer.

Begutachten lassen kann man seine Objekte an jedem ersten Freitag im Monat im Friedrich-Rückert-Bau, Martin-Luther-Platz 20, von 10 bis 15 Uhr oder nach Anmeldung unter Tel. (0 97 21) 51 47 70.

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