Schweinfurt

Runder Tisch der Behindertenbeauftragten im Landratsamt

Landrat Florian Töpper (Vierter von links) und Kilian Kaschkat, Behindertenbeauftragter des Landkreises, (Dritter von rechts) luden erneut zum Runden Tisch ins Landratsamt Schweinfurt ein.
Landrat Florian Töpper (Vierter von links) und Kilian Kaschkat, Behindertenbeauftragter des Landkreises, (Dritter von rechts) luden erneut zum Runden Tisch ins Landratsamt Schweinfurt ein. Foto: Tanja Dannhäuser

„Menschen mit Behinderung im Ehrenamt“ – unter diesem Motto stand dieses Mal der „Runde Tisch“ der Behindertenbeauftragten. Hierzu hatte Landrat Florian Töpper zusammen mit Kilian Kaschkat, dem Abteilungsleiter für Soziales und Gesundheit und gleichzeitigem Behindertenbeauftragten des Landkreises Schweinfurt, die gemeindlichen Behindertenbeauftragten sowie Vertreter von Behindertenverbänden ins Landratsamt eingeladen. Auf Initiative von Landrat Töpper findet dieses Zusammentreffen seit 2016 ein- bis zweimal im Jahr statt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Auch im Landkreis Schweinfurt nimmt das Thema Inklusion einen wichtigen Stellenwert ein, wie Landrat Töpper in seiner Begrüßung am Beispiel der Freiwilligenagentur GemeinSinn aufzeigte. Diese befindet sich in der Trägerschaft des Bayerischen Roten Kreuzes Kreisverband Schweinfurt und wird zu 90 Prozent vom Landkreis Schweinfurt finanziert. Die Freiwilligenagentur startete im Frühjahr 2016, in Kooperation mit den Offenen Hilfen der Lebenshilfe Schweinfurt, das Projekt „Menschen mit Behinderung im Ehrenamt“. Dieses bemerkenswerte Projekt, das den Inklusionsgedanken vorlebt, wurde mit dem Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt 2018 ausgezeichnet.

Katrin Schauer und Anne Königsmann von der Freiwilligenagentur GemeinSinn stellten dieses Projekt zusammen mit Thomas Schüler von den Offenen Hilfen den Anwesenden vor. So engagieren sich Menschen mit Behinderung mittlerweile unter anderem im Kindergarten, in einem Rot-Kreuz-Laden oder bei der Freiwilligen Feuerwehr. Von ihren Erfahrungen im Kindergarten berichtete Undine Störkel, die im Rollstuhl sitzt. Auch ihr geht es darum Berührungsängste abzubauen beziehungsweise diese gar nicht erst entstehen zu lassen. Die tatkräftige und lebenslustige Frau legte bei ihrem kurzweiligen Vortrag einen beeindruckenden Elan an den Tag. „Nur zu gut kann man sich Strökel in Mitten einer Schar herumtobender Kinder vorstellen“, so der Eindruck von Kilian Kaschkat, Behindertenbeauftragter des Landkreises.

Das Ziel der Offenen Hilfen der Lebenshilfe Schweinfurt und der Freiwilligenagentur GemeinSinn ist nun, gemeinsam mit den gemeindlichen Behindertenbeauftragten des Landkreises Schweinfurt, ein Netzwerk aufzubauen, indem sich interessierte Bürgerinnen und Bürger mit oder ohne Behinderung informieren können. Beide Organisationen beraten zum Thema Ehrenamt und können gleichzeitig als Multiplikator oder Vermittler dementsprechend eine individuelle Unterstützung anbieten. So kann das im Eingang erwähnte Wort „Inklusion“ mit Leben und praktischen Beispielen gefüllt werden.

Wer mehr über „Menschen mit Behinderung im Ehrenamt“ wissen möchte, kann sich gerne wenden an: Freiwilligenagentur GemeinSinn,  Katrin Schauer und Anne Königsmann, Tel.: 09721/9490427. E-Mail: info@freiwilligenagentur-gemeinsinn.de, Internet: www.freiwilligenagentur-gemeinsinn.de

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Schweinfurt
  • Behinderte
  • Behindertenbeauftragte
  • Behindertenverbände
  • Bürger
  • Ehrenamtliches Engagement
  • Florian Töpper
  • Kinder und Jugendliche
  • Lebenshilfe
  • Lebenshilfe Schweinfurt
  • Rollstühle
  • Soziale Einrichtungen
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
1 1
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!