Schweinfurt

SKF-Zukunft in Schweinfurt: Stellenabbau plus Jobsicherung

Management und Betriebsrat der SKF GmbH haben sich auf ein "Zukunftspaket" zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit geeinigt. Es geht um Einsparung – und sichere Jobs.
SKF will die zentrale Verwaltung europaweit neu ordnen. Dort soll Personal abgebaut, aber durch Digitalisierung und Automatisierung sollen Effizienz und Produktivität deutlich gesteigert werden.
SKF will die zentrale Verwaltung europaweit neu ordnen. Dort soll Personal abgebaut, aber durch Digitalisierung und Automatisierung sollen Effizienz und Produktivität deutlich gesteigert werden. Foto: Anand Anders

"Nach intensiven Verhandlungen haben sich Management und Betriebsrat der SKF GmbH für den Standort Schweinfurt auf ein Zukunftsprogramm zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit geeinigt", teilt der Schweinfurter Wälzlagerhersteller mit. In Betriebsversammlungen informierten demnach der Betriebsratsvorsitzende Norbert Völkl und der Vorsitzende der Geschäftsführung, Martin Johannsmann, die Belegschaft über die Inhalte der Vereinbarung.

Kosten nachhaltig senken

Diese beinhalteten, dass einerseits durch verschiedene Maßnahmen "die jährlichen Kosten des Standortes nachhaltig gesenkt" werden – und anderseits "Effizienz und Produktivität durch Investitionen in Digitalisierung und Automatisierung deutlich ansteigen". Im Zuge einer umfassenden Reorganisation der zentralen Verwaltungsbereiche werden Finanzen, Personal und Marketing/Kommunikation europaweit neu geordnet. "Dies betrifft auch die Schweinfurter Organisation", heißt es in der Mitteilung.

Für die betroffenen Mitarbeiter/innen werde ein Interessensausgleich verabschiedet. Dieser beinhalte neben Qualifizierungen und freiwilligen Abfindungsangeboten auch Möglichkeiten zu Altersteilzeit. Betriebsbedingte Kündigungen jedoch "schließen Geschäftsführung und Betriebsrat in den Jahren 2020 und 2021 nicht gänzlich aus, wollen sie aber möglichst vermeiden". Eine Größenordnung des Stellenabbaus infolge der Neuorganisation wird nicht genannt. Weil diese europaweit angelegt sei, stünden Zahlen dazu noch nicht fest.

Ab 2022 Beschäftigungssicherung

"Für die Jahre 2022 bis 2026 gilt dann eine Beschäftigungssicherung für die gesamte Belegschaft am Standort Schweinfurt", heißt es weiter in der SKF-Mitteilung, "vorausgesetzt das Produktionsvolumen und die Umsatzrendite der Schweinfurter Werke bleiben über den vereinbarten Mindestwerten."

Neu ist das Thema nicht. Ende April 2019 schon einigten sich Management und Betriebsrat der SKF GmbH auf ein "Spar- und Zukunftsprogramm". Demnach sollen, wenn in einigen Jahren das Programm greift, die Standort-Kosten in Schweinfurt um rund 100 Millionen Euro jährlich gesenkt werden.

"Lösungen für beide Seiten"

Für Betriebsratschef Norbert Völkl ist die Vereinbarung ein entscheidender Schritt in die Zukunft: "Ich bin sehr froh, dass uns die Einigung gelungen ist. Ein bedeutender Punkt ist die Beschäftigungssicherung. Damit kann die Belegschaft zuversichtlich nach vorne blicken."

Martin Johannsmann: "Wir haben ein Paket geschnürt, mit dem die Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden kann. Es enthält Lösungen, die von beiden Seiten gut vertretbar sind."

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