SCHWEINFURT

SPD: „Es geht um Chancengleichheit“

Podiumsdiskussion zum Schulentwicklungsplan: (von links) Jürgen Montag, Tomislav Neckov, Oliver Schikora, Ralf Hofmann, Edmund Görtler, Jürgen Eusemann.
Podiumsdiskussion zum Schulentwicklungsplan: (von links) Jürgen Montag, Tomislav Neckov, Oliver Schikora, Ralf Hofmann, Edmund Görtler, Jürgen Eusemann. Foto: Josef Lamber

Worum geht es beim Schulentwicklungsplan? Und warum sollte man ihn ernst nehmen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion der SPD. Die Diskussion um die Zukunft des Rathenau-Gymnasiums stand im Mittelpunkt, als im Juli der Plan im Stadtrat vorgestellt wurde. Die Entwicklungspläne weiterer Schulen seien dadurch in den Hintergrund gedrängt worden, so Fraktionsvorsitzender Ralf Hofman und Jürgen Eusemann, ehemaliger Leiter des Schulamtes und Leiter des Arbeitskreises „Schule und Bildung“ der SPD.

„Was wünschen Sie sich“, fragte Moderator Tagblatt-Redakteur Oliver Schikora Tomislav Neckov, Leiter der Albert-Schweitzer-Mittelschule. Neckov sieht den Entwicklungsplan positiv. Die acht Grundschulen in der Stadt sollen stabil bleiben, ist sein Wunsch. „Kurze Beine, kurze Wege.“ 40 Prozent der Schüler gehen auf Mittelschulen, hier sollte investiert werden. Auch in Gebäude. Neckov macht sich stark für große Einheiten, auch, weil man da den Schülern breite Angebote bieten könne.

„Mein Favorit wäre die Geschwister-Scholl-Straße“, auch wegen der Nähe zur Berufsschule. Außerdem sei die Mittelschule von zentraler Bedeutung für die berufliche Ausbildung.

Jürgen Montag, Schulreferent der Stadt, macht klar, dass es um einen Plan geht, der nicht zementiert ist. Entscheidungen werde man frühestens im Sommer 2017 treffen. In Askren Manor eine Grundschule einzurichten, sei schon länger ein Thema. Wie später Ralf Hofmann, dankte Montag Edmund Görtler von der Agentur Modus, der den Plan erstellt hat, und ihn kurz vorstellte, für seine Arbeit. „Der Plan hat hohe pädagogische Aussagekraft“, so Eusemann.

Görtler interviewte für den Plan auch Schulleiter. Sie sprechen Defizite bei den Gebäuden an. Ein Ansatz für Hofmann, Investitionen zu fordern. Die Umgebung ist der zweite Pädagoge, stimmen Neckov und Eusemann zu. Generell ist nach Meinung der SPD Bildung ein zentrales Thema für die Stadtentwicklung. „Das ist ein Gewinnerthema und ein Standortfaktor.“

Vor allem sollte man den Plan nutzen, um allen Kindern gerechte Chancen zu bieten. Es gehe nicht darum, Schulen gegeneinander auszuspielen, sondern um Chancengleichheit.

Die Statistik zeige auch, dass Schweinfurt bei der Übertrittsquote an Gymnasien Schlusslicht in Bayern sei. Warum, das sei die Frage.

Der Plan wird sicher auch Sprengeländerungen zur Folge haben. An dieses emotionale Thema werde man vorsichtig herangehen und die Eltern mitnehmen, so Montag.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Schweinfurt
  • Susanne Wiedemann
  • Chancengleichheit
  • Podiumsdiskussionen
  • Ralf Hofmann
  • SPD
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!