Niederwerrn

"Saubere" Grabsteine für Gemeinde-Friedhöfe

Das "Kimmelhaus": Im Gemeinderat gab es eine Debatte über das weitere Vorgehen. Einen Abrissbeschluss für das leerstehende Anwesen Kimmel gebe es auf jeden Fall, ließ Martin Pensel wissen. Foto: Uwe Eichler

Zum vorerst letzten Mal traf sich der Gemeinderat im "Ausweichquartier", in der Schulmensa. Im Oktober soll das Kommunalparlament wieder in seiner vertrauten Umgebung tagen, in dem derzeit im Umbau befindlichen Ratssaal.

Gebilligt wurde eine Bedarfsmitteilung an die Regierung von Unterfranken im Rahmen der Städtebauförderung. Im Jahr 2020  fließen 25 000 Euro an förderfähigen Kosten in ein Neuordnungskonzept für Burgweg und Bäckergasse, im Folgejahr dann 800 000 Euro in dessen Umsetzung. Weitere 30 000 Euro sind im gleichen Jahr für die Neugestaltung der Gademannstraße vorgesehen. Insgesamt 2,3 Millionen Euro kommen 2020 und 2021 der "Neuen Mitte" (künftiger Bürgertreff an der Bibliothek im Bereich Schulstraße 7 und Höhengasse 1) zu Gute. Jeweils 600 000 Euro werden 2022 und 2023 für die Sanierung der Anwesen Schweinfurter Straße 27 und 29 sowie für den  Löb-Kent-Platz in die Hand genommen. Insgesamt geht es in den nächsten Jahren um Städtebaumaßnahmen im Gegenwert von 3,2 Millionen Euro.

Angepasst werden die Bestattungsgebühren, auf Wunsch der Firma Meder, unter anderem aufgrund vermehrter Beisetzungen an Freitagnachmittagen und Samstagen. Die Preissteigerungen, um die es in den meisten Fällen gehe, lägen nicht an der Gemeinde, betonte Gemeinderat Willi Gößmann: "Es gibt nur einen Anbieter." Dazu kommen einige redaktionelle Änderungen der Bestattungssatzung. Verboten sind künftig Grabsteine oder Einfassungen, die aus Kinderarbeit stammen, die oft in indischen Steinbrüchen stattfindet, unter schlimmsten Bedingungen. Bis Allerheiligen abgeschlossen sein soll die Verlegung eines Steuerungskabels der Stadtwerke auf dem Friedhofsgelände.

In Oberwerrn gibt es nun ein Treppengeländer am neuen barrierefreien Friedhofs-Zugang. Willi Gößmann erinnerte an einen Gemeinderatsbeschluss, wonach daneben das "störende" Kimmelhaus  abgerissen werden sollte: "Warum wird diese Maßnahme nicht miterledigt?" Das Rathaus will dieses Projekt tatsächlich erst nach Abschluss der Arbeiten am Friedhofsaufgang angehen ("es war ein langer Prozess"). Vor einem Abriss sollte vom Gemeinderat entschieden werden, ob man eine Platzgestaltung oder eine Ersatzbebauung wolle. Elisabeth Bieber kann sich ein Denkmal für den Dichter Hugo von Trimberg vorstellen. Für Thomas Wohlfahrt ist einstweilen eine "grüne Wiese" denkbar, wie auf der Fläche nebenan. Eine spätere Ersatzbebauung wäre dann aber schwierig, meinte Bärmann. Auf dem Nachbargrundstück habe man diese ausgeschlossen, meinte Norbert Hart. Einen Abrissbeschluss für das leerstehende Anwesen Kimmel gebe es auf jeden Fall, sagte Martin Pensel.

Beim "Haus des Kindes" am Falltor in Oberwerrn hat die Regierung, nach einiger Verzögerung, grünes Licht für dem Umbau gegeben, nun kann ausgeschrieben werden. Noch in diesem Jahr soll mit den Arbeiten am Schulgebäude begonnen werden, die dann bis Juni 2020 abgeschlossen sein könnten. Das Haus wird dann jeweils zwei Kigagruppen und Schulklassen beherbergen.

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