Schlauchbootrennen: "Ankommen ist alles"

Rotarian River Raft Race: Rekordbeteiligung beim Familienfest mit Schlauchbootrennen für den guten Zweck
Meistens machte das Wetter mit: Die Fans hatten ihren Spaß beim Rennen.

Und immer wieder der Blick zum Himmel – zu den vielen Wolken. Meint es das Wetter gut mit den Aktiven, denen es den Schweiß auch ganz ohne Sonne aus den Poren treiben wird? 10.13 Uhr fallen dann einige Regentropfen. An den überdachten Wein-, Bier- und Essensständen herrscht noch kein Gedränge, niemand sucht Schutz. Noch sind nicht alle Grills angefeuert.

Zwischen den abgesperrten Blumenständen haben das BRK als Helfer in Nöten, das THW, die Stadtwerke, Schaeffler, die Deutsche Bank und auch ein Bildungsinstitut Zelte aufgebaut, die noch kaum besucht sind. Mit Hochglanz-Werbebus ist die Bundeswehr gekommen.

Einige Teams stärken sich zu dieser Zeit mit Weißwurst und Brezeln, während Hunderte an der Kaimauer die Mannschaften des dritten Laufs anfeuern. Lagebesprechung halten die Offiziersanwärter aus Hammelburg, die auch auf der Starterliste stehen. Aus dem Mikro heißt es „Es ist wirklich schwerer als es aussieht“ – was auch für das Einhalten der Ideallinie ganz ohne Navigationsgerät zu gelten scheint.

Nach der Wende erlahmen beim dritten Rennen die Kräfte in den Schlauchbooten. „Wenig später sagt ein Teilnehmer erschöpft, aber zufrieden mit sich und der Mannschaft: „Ankommen ist alles.“ Wieder fit zu werden ist anschließend kein Problem – bei Kaffee und Kuchen, mit Pommes, Pizza, Bratwurst und Steak oder mit Sojaprodukten. Wer will, kann sich die Muskeln (für eine Spende) massieren lassen. Für den Nachwuchs ist ebenfalls gesorgt, nicht nur mit Süßigkeiten, auch mit Spielen, die etwa der CVJM aufgebaut hat.

Am Wendepunkt – hundert Meter flussabwärts nach dem Industriedenkmal „Walzenwehr“, liegt ein Boot des Ruderclubs an der Leine – als Reserve, falls eines der beiden Boote der Wasserwacht ausfällt, deren Besatzungen im Falle eines Falles helfend eingreifen können, die aber vor allem darauf achten, dass Fracht- wie Personenschiffe das heutige Fahrverbot an der Gutermannpromenade einhalten.

10.30 Uhr: Das Tröpfeln wächst sich zu einem ordentlichen Schauer aus. Die Besucher flüchten in die Bahnunterführung und unter Schirme, die eigentlich als Sonnenschutz gedacht sind. Nach acht Minuten lässt der Regen nach. Blauer Himmel zeigt sich – zumindest stellenweise. Aus dem Mikro werden die „Schnattertanten“ an den Start gerufen. Das Ziel erreichen die Damen dann nach sieben Minuten und zehn Sekunden und damit abgeschlagen auf dem ehrenvollen siebten Platz dieses Vorrennens. Um 10. 47 Uhr zeigt das Wetter ein Einsehen. Es regnet nicht mehr in die Weißbiergläser und in die Kaffeetassen. Auf der Promenade steigen jetzt endlich auch die Radler ab. Auf dem Rad gibt es kein Durchkommen mehr.

Bis Mittag – sonnig, heiter und wolkig mit frischem Wind – erhöht sich die Zahl der Mannschaften auf 91, also auf eine neue Rekordteilnahme. Beim größten Schlauchbootrennen Deutschlands greifen 1000 Teilnehmer zu den Paddeln. Die Teams mit Namen wie Bocksbeutel-Racing, Singendes Kirchenschiff, Hartbeat, Wildwasseramazonen, Oberndorfer Kellerkinder, Gorschter Staustufen Kicker, Hambacher Narrenschiff oder Orthopädische Wellenbrecher gehen auf eine zweimal 250 Meter lange Strecke. Einige Gruppen (zehn Paddler, einer am Steuer) haben sich verkleidet, dürfen auf den Sonderpreis für die originellste Mannschaft hoffen.

Das Familienfest mit Live Bands hat der Rotary Club Schweinfurt-Peterstirn organisiert, der sich auf die Unterstützung vieler und vor allem der Firma Schaeffler und der Bundeswehr verlassen kann. Die Auszubildenden des Großunternehmens haben aufgebaut, sorgen allenthalben für einen reibungslosen Ablauf, bauen auch wieder ab. Die Bundeswehr aus Hammelburg hat ihre bestens gepflegten Schlauchboote nach Schweinfurt gefahren und hat sie auch aufgeblasen. Der Reinerlös (bei den vier vorausgegangenen Rennen kamen 50 000 Euro zusammen) geht wieder an soziale Projekte in der Region.

ONLINE-TIPP

Mehr Bilder unter schweinfurt.mainpost.de

So viele wie nie: 91 Mannschaften machten beim 5. Rotarian Rowdy River Raft Race mit. Foto: Waltraud Fuchs-Mauder

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