Obbach

Schloss Gut Obbach erhält Bundespreis Ökologischer Landbau

Die Jury zeichnete den professionellen Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten bei der Vermarktung aus. Die Übergabe fand in Berlin statt.
Das Schloss Gut Obbach erhielt den Bundespreis Ökologischer Landbau 2020. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (rechts) überreichte die Auszeichnung auf der Grünen Woche in Berlin an (von links) Gutsbesitzer Georg Schäfer, das Betriebsleiter-Paar Bernhard Schreyer und Petra Sandjohann sowie die Gutsbesitzer Andreas und Christian Schäfer. Foto: Naturland e.V.

Der Naturland-Betrieb Schloss Gut Obbach (Lkrs. Schweinfurt) ist Gewinner des diesjährigen Bundespreises Ökologischer Landbau. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner überreichte dem Betriebsleiterpaar Petra Sandjohann und Bernhard Schreyer am Donnerstag die mit 7500 Euro dotierte Auszeichnung auf der Grünen Woche in Berlin. Insgesamt wurden drei Preise vergeben. Das Schloss Gut Obbach gewann in der Kategorie "Erzeugung und Verarbeitung sowie Vermarktung".

Überzeugt hat die Jury vor allem die Konsequenz und Professionalität, mit der die regionalen Wertschöpfungsketten aufgebaut wurden. "Sie haben mit der engen Verbindung von Urproduktion, Verarbeitung und Vermarktung ein schlüssiges Konzept entwickelt, das anderen Betrieben als Beispiel dienen kann", begründet die Jury die Auszeichnung. So wird das hofeigene Getreide von einer kleinen regionalen Mühle gemahlen und vom Bäcker im Dorf unter dem Namen "Gutsbrot" verkauft. Durch die Idee, eigenes Bier zu produzieren, konnten eine alteingesessene Mälzerei und eine lokale Brauerei davon überzeugt werden, Naturland-Vertragspartner zu werden und das Bio-Zertifikat zu erwerben.

Der 272 Hektar große Ackerbaubetrieb ist im Besitz der Familie Schäfer. Er wird seit 1998 vom Ehepaar Bernhard Schreyer und Petra Sandjohann verwaltet, die den Betrieb gleichzeitig auf die ökologische Wirtschaftsweise nach Naturland-Richtlinien umstellten. Neben Getreide und Kleegras werden verschiedene Leguminosen (Linsen und Erbsen) und Hackfrüchte (Schäl- und Öl-Sonnenblumen, Kartoffeln) angebaut. Hinzu kommt eine drei Hektar große Obstanlage mit 80 Apfelsorten, Birnen, Aprikosen und Steinobst. Außerdem betreibt der Gutshof eine Saatgutvermehrung, einen eigenen Hofladen und Direktvermarktung. Seit 2007 ist er Demonstrationsbetrieb für den Ökolandbau.

Mit dem Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau zeichnet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft seit 2001 innovative und besonders nachhaltige Betriebskonzepte im ökologischen Landbau aus. Das Schloss Gut Obbach ist der siebte Betrieb aus Unterfranken, der diesen Bundespreis erhalten hat.

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