OBERSCHWARZACH

Schlossumgriff als Hauptprojekt

Nicht nur das Schloss, sondern auch weitere Teilgebiete im Ortskerns Oberschwarzach wie der Kirchberg, der Kirchplatz und die Alte Schule sollen beim „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept“ berücksichtigt werden. Foto: Gudrun Theuerer

Erfolgreich war die Bewerbung der Marktgemeinde Oberschwarzach für das Programm „Marktplatz der Generationen“, das das Bayerischen Staatsministerium für Arbeit Soziales, Familie und Integration ins Leben gerufen hat (wir berichteten).

Mit 30 weiteren Kommunen aus dem Freistaat, darunter fünf anderen in Unterfranken, wird man in den nächsten zwei bis drei Jahren vom Institut „Landimpuls – Gesellschaft für regionale Entwicklung“ aus Regenstauf dabei begleitet, den demografischen Wandel vor Ort, vor allem im Hinblick auf die ältere Generation aktiv zu gestalten, heißt es im Schreiben von Staatsministerin Emilia Müller an die Marktgemeinde, das Bürgermeister Manfred Schötz in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorstellte.

Auch zum Thema „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ (Isek) gab es Neuigkeiten. Aufgrund des umfassenden Sanierungsbedarfes für das Schloss und weitere Teilgebiete im Ortskern von Oberschwarzach wie Schlossareal, Kirchberg, Alten Schule, Schwesternhaus, Kirchplatz, Friedhof und anliegende Straßen, hat die Regierung von Unterfranken nun eine Förderung zugesagt.

Kommunales Denkmalkonzept

In die Erstellung des Isek wird auch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege mit dem neuen Instrument des „Kommunalen Denkmalkonzeptes“ (KDK) einbezogen. Dabei ist der Altort mit seinen Bau- und Bodendenkmälern das Untersuchungsgebiet.

Dafür wird zunächst das Gesamtgebiet erfasst und ein denkmalpflegerischer Erhebungsbogen ausgearbeitet. Dies erfolgt durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, die Regierung von Unterfranken und die BBV-Landsiedlung, die die Gemeinde hierbei betreut. Danach kann die Erstellung des Isek-Gesamtberichts durchgeführt werden. In diesen wird ein denkmalpflegerischer Begleitplan einbezogen sein, der eine vertiefende Untersuchung des Kernbereichs umfasst.

Es folgt im Anschluss eine Machbarkeitsstudie für die Umnutzung des Schlosses mit einem Architektenwettbewerb. Vier Varianten für die Erstellung des Isek sind möglich: Dabei kann zum Einen festgelegt werden, ob ein großes oder eher ein kleines, eng umgrenztes Gebiet berücksichtigt werden soll; zum Anderen kann das Konzept mit oder ohne Einbeziehung des Denkmalschutzes erstellt werden.

Im September erster Arbeitskreis

Zunächst muss also die Größe des Untersuchungsgebietes festgelegt, der Aufwand ermittelt, und die Beteiligung des Denkmalschutzes eruiert werden. Außerdem ist noch die Aufteilung der Kosten zu klären. Danach werden, wie bereits beim Gemeinde-Entwicklungskonzept GEK, Ziele, Handlungsfelder und konkrete Projekte gemeinsam mit den Bürgern und anderen Akteuren erarbeitet. Es fließen auch die bisherigen Ergebnisse aus der Gemeindeentwicklung mit ein. Das Isek-Hauptprojekt wird aber vorerst das Schloss mit Umgriff sein.

Der erste Isek-Arbeitskreis „Nachnutzung des Schlosses“ findet bereits am Donnerstag, 28. September, statt. Dabei wird der aktuelle Stand mitgeteilt. Weitere Vorschläge für die Nutzung des Schlosses können eingebracht werden.

Der zweite Arbeitskreis „Nachnutzung für Alte Schule/Schwesternheim“ findet dann am Donnerstag, 5. Oktober, statt. Der dritte Arbeitskreis betrifft eine Woche später am Donnerstag, 12. Oktober, dann den „Umgriff rund um das Schloss“.

Über das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept der Gemeinde Oberschwarzach wird Dennis Westhäuser außerdem eine Masterarbeit erstellen. Er untersucht das Thema „Fördermöglichkeiten für kleine Kommunen durch den Städtebau im Rahmen der Erstellung eines integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes“.

Der Student am Institut für Geoinformation und Vermessung der Hochschule Anhalt in Dessau erhielt vom Gemeinderat die Erlaubnis, seiner Masterarbeit das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzeptes für den Markt Oberschwarzach zugrundezulegen.

In der Gemeinderatssitzung wurde auch der aktuelle Stand des Gemeindeentwicklungskonzept (GEK) besprochen. Abgeschlossen sind bisher die Projekte Fußweg von Breitbach in Richtung Ebrach sowie Schwarzes Brett in Kammerforst.

Zwei Projekte sind fertig

Die weiteren Startprojekte sind in Bearbeitung. Das betrifft in Düttingsfeld das Geländer der Kirche sowie die Ortsverbindungsstraße nach Mutzenroth. Außerdem wird das Bushäuschen von den Gemeindearbeitern gestrichen. Auch das Bushäuschen in Mutzenroth bekommt einen neuen Anstrich. In Handthal fand bereits ein Ortstermin statt, bei dem es um den am Spielplatz geplanten Zugang zum Bach ging. In Handthal soll auch eine Beschilderung für den Parkplatz erstellt werden.

Für die Gestaltung der Friedhöfe in Siegendorf und Oberschwarzach plant man die Einrichtung von Arbeitskreisen. Außerdem soll in Siegendorf eine Aushängetafel sowie eine Rentnerbank eingerichtet werden. Auch für Wiebelsberg ist eine Rentnerbank geplant. Außerdem sollen bei der ÜZ Angebote für Leuchten am Sportplatz in Wiebelsberg, in Siegendorf an der Straße in Richtung Altenschönbach und in Oberschwarzach am Gehweg am Handthalbach eingeholt werden.

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