Gerolzhofen

Schüler spenden 800 Euro für Berliner Kinderhaus

Sie alle trugen ihr Scherflein dazu bei, dass die Spendenaktion für das Kinderhaus Sonnenblume in Berlin ein voller Erfolg wurde und insgesamt 800 Euro als Weihnachtsgeschenk auf dem Gabentisch landeten. Im Bild die beteiligten Schüler, Schulleiterin Elisabeth Grimanelis und die beiden Verantwortlichen Gertrud Friedrich und Barbara Stumpf.
Sie alle trugen ihr Scherflein dazu bei, dass die Spendenaktion für das Kinderhaus Sonnenblume in Berlin ein voller Erfolg wurde und insgesamt 800 Euro als Weihnachtsgeschenk auf dem Gabentisch landeten. Im Bild die beteiligten Schüler, Schulleiterin Elisabeth Grimanelis und die beiden Verantwortlichen Gertrud Friedrich und Barbara Stumpf. Foto: Karin Sauer

Schwester Monika vom Kinderhaus Sonnenblume in Berlin kann sich freuen, denn gerade rechtzeitig zu Weihnachten flattert ihr eine Spende der Ludwig-Derleth-Realschule Gerolzhofen auf den Gabentisch. Gefreut haben sich auch zahlreiche Schüler und Lehrer der Schule, denn die Spendenaktion an zwei Elternabenden hat sich gelohnt. Insgesamt können Barbara Stumpf und ihre Kollegin Gertrud Friedrich, schon seit 16 Jahren verantwortlich für die Spendenaktion, stolze 800 Euro an Schwester Monika für ihre Schützlinge überweisen.

Wieso Berlin, wird sich so mancher fragen. Die Erklärung ist ganz einfach: Vor Jahren hatte Barbara Stumpf auf einem Flyer von Misereor, der in der Kirche auslag, vom Kinderhaus Sonnenblume in Berlin erfahren. Sie informierte sich und setzte sich mit der Leiterin, Schwester Monika, in Verbindung. "Ich war so beeindruckt von der Arbeit, die hier geleistet wird, dass ich beschloss, da muss geholfen werden", sagt Barbara Stumpf.

Das Kinderhaus ist für Mädchen da, die ungewollt schwanger geworden sind, sich den Eltern, der Mutter oder einer Freundin aber nicht anvertrauen können. Die Verzweiflung ist manchmal groß, der Gedanke an Selbstmord nicht weit. Hier im Kinderhaus wird ihnen geholfen und was ganz wichtig ist, sie können anonym bleiben. Niemand wird je ihren Namen erfahren. Sie können ihr Baby auch anonym auf die Welt bringen und auch nach der Geburt steht ihnen Schwester Monika und ihr gesamtes Helferteam  mit Rat zur Seite – Sei es in praktischen Dingen oder bei Antragsstellungen für die Behörden. Anonymität ist deswegen garantiert, weil man keine staatliche Hilfe in Anspruch nimmt. Und aus diesem Grund ist die Einrichtung auf Spenden angewiesen.

Die Bereitschaft bei den Schülern der Realschule Spenden zu sammeln war groß. Die 10. Klasse rief zu einer Plätzchenspende auf, die Leckereien wurden dann verkauft. Barbara Stumpf mischte mit ihrer Bio-Arbeitsgemeinschaft verschiede Salben, wieder andere bastelten Sterne, die Hilfe ging quer durch alle Klassen der Schule. Hochwertiger Swarovski-Schmuck wurde von Gertrud Friedrich hergestellt und der Verkaufserlös gespendet. Selbst von außerhalb kamen die Zuwendungen. Familie Ulrike und Harald Quasigroch brachte Holzsägearbeiten zum Verkaufen und Petra Raab unterstützte die Spendensammlung mit kreativen Näharbeiten. Und so kamen am Schluss 800 Euro zusammen. Sie sind gut angelegt.

Das Kinderhaus kümmert sich aber nicht nur um Mädchen, die nicht wissen wohin, oft sind es auch Mütter und Väter, die in Not geraten sind. Trennungen, Krankheit, Erziehungsschwierigkeiten, der Druck im Alltag wird zu groß. Hier sind einfühlsame Gespräche und Hilfestellungen oft sehr hilfreich. Auch wenn das Kinderhaus Sonnenblume in Berlin ist, es ist sehr gut vernetzt. Man kann jederzeit und von jedem Ort dort anrufen und um Hilfe bitten.

Kontakt: www.kinderhaus-sonnenblume.de

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