SENNFELD

Schulprojekt: Wie Mathe Spaß machen kann

Lohn für das Lernen durch die Kunst: Barbara Mahler überbrachte zusammen mit den ausgezeichneten LTTA-Schülern einen Gruß an Tanzlehrer Pedro Carvalho.
Lohn für das Lernen durch die Kunst: Barbara Mahler überbrachte zusammen mit den ausgezeichneten LTTA-Schülern einen Gruß an Tanzlehrer Pedro Carvalho. Foto: Uwe Eichler

„Kompetenznachweis Kultur“ klingt erst einmal amtlich nüchtern. Ebenso der Name des Verleihers, der BKJ, der „Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung“ die im Auftrag des Bundesfamilienministeriums die Teilnahme an entsprechenden Schulprojekten würdigt.

Die Auszeichnung, die in einer kleinen Feierstunde in der Turnhalle der Grund- und Mittelschule Sennfeld vergeben wurde, hat aber einen hohen ideellen Wert: Im Falle Sennfelds ging es um das Langzeitprojekt LTTA, „Learning through the Arts“.

 

Trockene Fächer spielerisch vermitteln 

Das Konzept, das regulären Schulunterricht mit „schönen Künsten“ wie Malerei, Tanz, Poesie oder Bildhauerei verbindet, wurde bei der Begrüßung durch Schulleiterin Elke Klehe vorgestellt. Klassische, manchmal eher trockene Fächer wie Mathe oder Deutsch werden auf spielerische Weise nähergebracht.

In Sennfeld geht es schon seit einigen Jahren um „Ausdruckstanz und Zahlen“. Auch im letzten Schuljahr brachte der portugiesische Mathematik- und Tanzlehrer Pedro Carvalho rund 30 Kindern Schritt für Schritt das Geheimnis der Geometrie nahe: mit Hilfe von Seilen, Winkelmessen und Zählen.

Wenn tanzen auf dem Stundenplan steht 

Kunst hilft Kindern verstehen

Ziel: Auch das Selbstbewusstein stärken 

„I am – Ich bin“, nennt sich das mehrwöchige Projekt, das früh Selbstbewusstsein und Körpergefühl stärken soll. Zwar konnte Carvalho bei der Verleihung des Kompetenznachweis nicht anwesend sein, er war selber bei einer Preisverleihung. Schüler, Lehrer sowie LTTA-Kunstpädagogin Barbara Mahler überbrachten aber einen herzlichen Gruß per Smartphone. Auch das Publikum winkte mit, darunter LTTA-Managerin Petra Weingart.

Urkunde macht sich gut in Bewerbungsunterlagen 

Der Kompetenznachweis verweist auf Stärken der Teilnehmer, die beim Projekt zu Tage getreten sind, wie Teamfähigkeit oder Fremdsprachenkenntnisse: „Mit Pedro Carvalho wurde ja Englisch gesprochen“, sagt Barbara Mahler. „Die Urkunden sind superwichtig, da stehen Dinge drin, die oft im Zeugnis nicht stehen“, ist sie sich mit Schulleiterin Elke Klehe einig. Der Kompetenznachweis, der an Schüler ab 12 Jahren verliehen wird, mache sich gut in Bewerbungsunterlagen.

Den Bildungspass erhielten Mostafa Hasani (5a), Mario Cristofano (6. Klasse), Ahlam Hamo und Randa Allalouch (beide Siebtklässer), sowie Malwa Hannan von der 9a. Ebenfalls ausgezeichnet wurden Ghassan Hamo (Gochsheim), Nargis Nabizada (Bergrheinfeld), Walla Alsuliman (Friedensschule Bergrheinfeld). Schon die Namen zeigen: „Es sind nicht zuletzt Schüler mit Migrationshintergrund, die begeistert teilnehmen“, so Mahler.

Den musikalischen Teil übernahmen die Drittklässler Sina Hennig und Arian Roth, an der Gitarren. Möglich wurde die Kunstaktion nicht zuletzt durch die Sponsoren: Die Gemeinde Sennfeld, für die Vizebürgermeister Jürgen Bandorf anwesend war, unterstützt LTTA mit einer größeren Summe, ebenso die VR Bank, vertreten durch Direktor Peter Oppolzer.

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