Niederwerrn

Schutt beeinträchtigt Standsicherheit

Der Bau des barrierefreien Zugangs zum Friedhof Oberwerrn hat begonnen. Allerdings: Der Untergrund ist nicht so stabil, wie gedacht. Ingenieur Frank Salomon vom Büro bma berichtete im Gemeinderat von Problemen mit der Standsicherheit. Betroffen sind die künftigen Gehwege und der Parkplatz. Im Untergrund sind Schutt und Hohlräume aufgetaucht, ebenso wurden Wurzelwerk, Holz und Alteisen im Boden gefunden.

Nun ist ein teilweiser Bodenaustausch nötig für 27 820 Euro Mehrkosten. Gabriele Reuß fragte nach: Ob unbekannt gewesen sei, dass sich auf der Freifläche mal eine Scheune befunden habe? Das Gebäude war offenbar auf dem Radar. Ein Gutachter habe die Tragfähigkeit bescheinigt, meinte der Ingenieur, dies sei allerdings nur per Stichprobe geschehen.

Tempo-30-Zone und Parksituation

Von den Anwohnern wurde die Errichtung einer Tempo-30-Zone in der Hauptstraße Oberwerrn beantragt, angesichts von "extremer Lärmbelästigung" und Beschleunigungen bis zu 80 Kilometern pro Stunde in der Ortsmitte. Willi Gößmann forderte, den aktuellen Ist-Stand zu ermitteln. Es habe bereits Messungen gegeben, meinte Michael Holzmann. Bürgermeisterin Bettina Bärmann sieht einen Fall für den Verkehrsüberwachungsdienst und kann sich eine Tempo-30-Zone im kompletten Altort vorstellen. Auch andere Gemeinderäte sahen Handlungsbedarf, etwa Florian Negwer: "50 Kilometer pro Stunde ist dort schon sportlich".

Roland Fick sieht die Parksituation und den fehlenden Gehsteig als zusätzliche Gefährdung an. Nobert Hart erinnerte daran, dass man auch die Vorfahrtsregelung ändern müsse, mit entsprechend mehr Schildern. Er schlug versetztes Parken vor. Der Antrag wird nun erst einmal geklärt und im Juni noch einmal vorgelegt.

Bericht der GEmeindebücherei Niederwerrn

Ein umfassendes Medienangebot und gute Atmosphäre: Laut einer Allensbach-Umfrage sind diese Faktoren für Bibliotheksnutzer am wichtigsten. Damit kann die  Niederwerrner Gemeindebücherei durchaus punkten. Leiterin Michaela Hettrich berichtete in ihrem Jahresrückblick von 6680 Kinder- und Jugendbüchern, 5514 Romanen, 5683 Sachbüchern, 46 Zeitschriften und drei Zeitungen (als Abonnement).

Insgesamt habe man einen Medienbestand von 26 231 Medien, bei 80 379 Ausleihen. Hörbücher und Spiele sind besonders stark nachgefragt. Leseförderung wird groß geschrieben, in Zusammenarbeit mit der Schule. Über 1900 Ganztagesschüler kamen 2018 zur Mittagszeit in die Bibliothek. Zu den zahlreichen Sonderveranstaltungen in der ehemaligen Synagoge zählten das Ferienspaß-Programm, Lesungen, Vorträge und alle 18 Ausstellungen. Neu im Team ist Evi Hutter.

Grundsätzlich beschloss der Gemeinderat die Fortführung der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal und des dazugehörigen "Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts", ILEK: der Schwerpunkt liegt mittlerweile auf Innenentwicklung. Bei einem Seminar in Klosterlangheim im Februar haben sich die Gemeinden aber auch mit weiteren gemeindeübergreifenden Themen wie Naherholung, Kultur, Freizeit oder Gesundheit beschäftigt. Auslöser der Zusammenarbeit war 2003 der Bau der A 71 gewesen, damals war es um Wirtschaftsförderung gegangen.

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