Schweinfurt

Schweinfurt und seine Migranten: Zukunft gemeinsam gestalten

Der Integrationsbeirat startete kürzlich mit seiner neuen Kampagne "Zukunft findet gemeinsam statt". Was dahinter steckt und was die Plakate und Flyer bewirken sollen.
Beim Fototermin freuten sich über das neue Projekt des Integrationsbeirats 'Zukunft findet gemeinsam statt' (v.l.) Sozialreferent Jürgen Montag, Beiratsmitglied Sinan Öztürk, Beiratsvorsitzende Aynur Scheuring, die Protagonisten Mary Ritzmann, Olga Michel, OB Sebastian Remelé sowie Sevdali Cailji und Laura Schmidt.
Beim Fototermin freuten sich über das neue Projekt des Integrationsbeirats "Zukunft findet gemeinsam statt" (v.l.) Sozialreferent Jürgen Montag, Beiratsmitglied Sinan Öztürk, Beiratsvorsitzende Aynur Scheuring, die Protagonisten Mary Ritzmann, Olga Michel, OB Sebastian Remelé sowie Sevdali Cailji und Laura Schmidt. Foto: Oliver Schikora

Rund 55 000 Einwohner, 11 000 davon mit der Staatsbürgerschaft eines von gut 130 Ländern, die in Schweinfurt vertreten sind, und knapp 45 Prozent der Bürger Schweinfurts haben einen Migrationshintergrund. Das sind die nackten Zahlen. Dahinter verbirgt sich, dass Schweinfurt eine bunte, lebenswerte Stadt ist, in der die Bevölkerung aus fast allen Teilen der Welt seit Jahrzehnten friedlich miteinander auskommt.

Seinen Teil dazu trägt auch der Intergrationsbeirat bei, der seit zehn Jahren besteht. Jetzt hat das 29-köpfige Gremium unter Leitung von Aynur Scheuring den Startschuss für ein neues, bemerkenswertes Projekt gegeben: die Kampagne "Zukunft findet gemeinsam statt" in Anlehnung an den städtischen Slogan "Zukunft findet Stadt". Das Gemeinsame verkörpern in diesem Fall elf Mitbürgerinnen und Mitbürger, die aus so verschiedenen Ländern wie USA, Somalia, Kosovo, Ukraine, Türkei, Syrien oder Eritrea stammen und seit vielen Jahren, teils Jahrzehnten in Schweinfurt leben, arbeiten, Kinder groß ziehen, Familie gegründet haben.

"Migration ist nichts Trennendes, Menschen mit Migrationshintergrund sind in Schweinfurt ein selbstverständlicher Teil der Stadtgesellschaft und leisten ebenso selbstverständlich tagtäglich einen wertvollen Beitrag für ein respektvolles und tolerantes Miteinander", erklärt Aynur Scheuring.

Die Werbemittel für die neue Kampagne des Integrationsbeirats 'Zukunft findet gemeinsam statt'.
Die Werbemittel für die neue Kampagne des Integrationsbeirats "Zukunft findet gemeinsam statt". Foto: Oliver Schikora

Mit der von der Schweinfurter Agentur Workcafé gestalteten PR-Kampagne will man nun in der Öffentlichkeit für Toleranz und Respekt werben und zeigen, dass alle gemeinsam daran arbeiten, "dass wir uns in unserer schönen, großen Stadt nicht spalten lassen", so Integrationsbeiratsmitglied Sinan Öztürk. Zu sehen sein werden die bunten Plakate, auf denen die Person mit Namen, Beruf und dem Zeitpunkt, seit sie in Schweinfurt lebt, gezeigt wird, in der ganzen Stadt, in Bussen, Geschäften. Geplant sind auch Workshops in Schulen, die Kampagne soll länger gespielt werden.

Auf der Internetseite www.zukunft-findet-gemeinsam-statt.de sind auch Videos zu sehen, natürlich wird auch in Sozialen Medien wie Facebook und Instagram geworben. Am Samstag, 22. Februar, sind alle Fraktionsvorsitzenden aus dem Schweinfurter Stadtrat gemeinsam an einem Stand in der Spitalstraße in der Innenstadt von 10 bis 14 Uhr vertreten, wo man die Kampagne vorstellt, mit den Bürgern ins Gespräch kommen will und auch eine Fotobox bereit steht.

OB freut sich über Schweinfurter Erfolgsgeschichte in Sachen Migration

Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU) hat die Kampagne gerne unterstützt, "es zeigt die freundliche Seite der Migration". Natürlich gebe es auch Sorgen von Bürgern beim Thema Migration, die man ernst nehmen müsse. Ebenso wichtig aber sei, die positiven Seiten zu zeigen, die vielen Menschen, die Teil der Stadtgesellschaft geworden sind.

Schweinfurt habe schon seit Jahrzehnten eine Erfolgsgeschichte in Sachen Migration geschrieben, betonte der OB. Ob das nun die Gastarbeiter waren oder seit 2015 zum Beispiel die syrischen Flüchtlinge, von denen man zwei Drittel in den Arbeitsmarkt vermitteln konnte, weit mehr als der bayerische Durchschnitt. Auch die Stadt sei schon vor zehn Jahren Vorreiter gewesen mit Werbung für die Verwaltung als Arbeitgeber, bei der Migranten an ihren städtischen Arbeitsplätzen im Mittelpunkt standen.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Schweinfurt
  • Oliver Schikora
  • Arbeitgeber
  • Bevölkerung
  • Bürger
  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • CSU
  • Facebook
  • Migranten
  • Migration
  • Plakate und Plakatkunst
  • Sebastian Remelé
  • Sinan Öztürk
  • Städte
  • Werbung
  • Öffentlichkeit
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!