Schweinfurt

Schweinfurter Hospizhelfer: "Wir sind weiter für Sie da"

Persönliche Gespräche, tröstende Berührung: Das können die Hospizhelfer im Moment nicht bieten. Wie sie trotzdem Schwerstkranken und ihren Angehörigen helfen.
Der Hospizverein, hier das Büro in der Segnitzstraße 28, steht weiterhin Kranken und ihren Angehörigen zur Seite.
Der Hospizverein, hier das Büro in der Segnitzstraße 28, steht weiterhin Kranken und ihren Angehörigen zur Seite. Foto: Susanne Wiedemann

"Hospizarbeit lebt von persönlicher Nähe", sagt Susanne Ritzmann, Vorstandsmitglied im Hospizverein Schweinfurt. Nähe ist aber in Corona-Zeiten nicht möglich. Die Hospizhelfer wollen aber trotzdem Sterbende begleiten, Schwerstkranken Trost spenden und Angehörigen helfen, erzählen Susanne Ritzmann und Koordinatorin Jutta Dummert am Telefon.  

Wie so viele Organisationen geht auch der Hospizverein jetzt neue, kreative Wege, um Menschen nahe zu sein, sagen Ritzmann und Dummert. Die Helfer halten Kontakt mit Patienten per Telefon, sie schreiben Briefe, geben Karten in Heimen ab, lesen am Telefon Geschichten vor. Und es gibt auch Gespräche über Plattformen wie Skype. 

Der Hospizverein ist aber auch für Menschen da, die schwerstkranke Angehörige, Freunde oder Nachbarn am Lebensende beraten, auch wenn persönliche Beratungsgespräche in der  Anlaufstelle in der Segnitzstraße 28 zur Zeit nicht möglich sind. "Trotzdem sind wir weiterhin gerne Ihre Wegbegleiter in dieser schwierigen, ungewissen Zeit", heißt es in der Pressemitteilung des Hospizvereins.

Eine Hand halten: Das können die Hospizhelfer im Moment nicht. Trotzdem steht der Verein Kranken und Angehörigen zur Seite.  
Eine Hand halten: Das können die Hospizhelfer im Moment nicht. Trotzdem steht der Verein Kranken und Angehörigen zur Seite.   Foto: Thinkstock

"Haben Sie Fragen, Sorgen, Nöte, besonders in der jetzigen Zeit? Benötigen Sie Informationen zur Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung?", fragt Susanne Ritzmann. Wenn ja: Kontakt aufnehmen mit dem Hospizverein. Zwar müssten Patientenverfügungen nicht abgeändert werden, für all jene, die noch keine verfasst haben, insbesondere für die Menschen im hochbetagten Alter und mit Vorerkrankungen, sei aber gerade jetzt die Errichtung einer Patientenverfügung zu empfehlen.
Darin könne man festlegen, welche medizinischen Behandlungsmaßnahmen in bestimmten Krankheitssituationen noch vorgenommen werden sollen und welche nicht mehr, zum Beispiel Intubation oder künstliche Ernährung. Hilfe bei der Erstellung einer Patientenverfügung biete der  Hospizverein an.

Auch wer einfach nur mal reden möchte, jemanden braucht, der zuhört, ist hier richtig, sagt Jutta Dummert. Manchmal hilft auch schon ein Buchtipp, um mit der Situation besser klar zu kommen, hat sie erlebt.

Die Bürozeiten sind: Montag und Dienstag von 10 bis 13 Uhr und Donnerstag von 11 bis 14 Uhr. Die Nummer: Tel.: (09721) 533 11 50. Auch per Mail ist eine Kontaktaufnahme möglich: koordination@hospizverein-schweinfurt.de

Susanne Ritzmann und Jutta Dummert bitten auch darum, auf den Anrufbeantworter zu sprechen. "Wir rufen zurück." Der Hospizverein berät auch über Patientenverfügungen. Ein Thema, über das man in der jetzigen Situation gut nachdenken könne, so Ritzmann.  

40 Helfer hat der Verein, für das vergangenen Jahr listet die Statistik 140 Begleitungen auf. "Je mehr Helfer wir haben, desto mehr  können wir anbieten", sagen die beiden. Sie würden sich über neue Mitstreiter freuen. Wer mitarbeiten möchte, wird ausgebildet, absolviert Kurse. Interessenten können sich im Hospizbüro unter den oben angegebenen Kontakten melden.  

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