Schweinfurt

Schweinfurter Offensive: Liegt die Zukunft im Wasserstoff?

Es könnte die Energie der Zukunft sein. Wie der Automobilzulieferer-Standort davon profitieren könnte, will eine Initiative von Stadt, Wissenschaft und Unternehmen klären.
Wasserstoff als Energiequelle wird derzeit wieder viel diskutiert. Auch in Schweinfurt werden sich Vertreter von Stadt, Wirtschaft und Wissenschaft zusammensetzen, um die Chancen abzuklären, die diese Technologie bieten kann.
Wasserstoff als Energiequelle wird derzeit wieder viel diskutiert. Auch in Schweinfurt werden sich Vertreter von Stadt, Wirtschaft und Wissenschaft zusammensetzen, um die Chancen abzuklären, die diese Technologie bieten kann. Foto: Ole Spata/DPA

Finanzreferentin Anna Barbara Keck hat am Montag im Rahmen der Haushaltsberatungen des Haupt- und Finanzausschusses für 2020 die Katze aus dem Sack gelassen: In Schweinfurt tut sich was in Sachen Wasserstoff: Gemeinsam mit der Fachhochschule für angewandte Wissenschaften (FHWS) Würzburg-Schweinfurt und großen Industrieunternehmen, darunter auch Automobilzulieferern, will das Wirtschaftsreferat der Stadt der Frage nachgehen, wie Schweinfurt von der Technologie profitieren könnte. Und zwar in allen Bereichen. Zu einem ersten Workshop treffe man sich Mitte Dezember, erklärte Keck.

Im ersten Quartal 2020, so Oberbürgermeister Sebastian Remelé, wolle man ein Konzept vorstellen. Er selbst sehe "viel Potenzial im Wasserstoff", zumindest als die Energiequelle von übermorgen, betonte der Oberbürgermeister. Eine Ansicht, die laut Finanzreferentin Keck auch viele Experten teilten, die die E-Mobilität als Übergangstechnologie sähen. Es gebe, so Keck, viele interessante Ansätze, zum Beispiel die Power-to-Gas-Technologie, die in Zusammenarbeit mit der FHWS von den Stadtwerken Haßfurt umgesetzt worden ist.

Auf diese Anlage bezog sich ein Antrag, der das Thema überhaupt zur Sprache brachte: Die Grünen hatten gefordert, in den Haushalt 2020 insgesamt 100 000 Euro für den Aufbau einer solchen Anlage in Kooperation mit den Stadtwerken Schweinfurt einzuplanen. Diesen Antrag stellten die Grünen auf Vorschlag von Oberbürgermeister Remelé zurück. Man will offenbar größer denken. Auch Finanzreferentin Keck hatte erklärt, für das geplante Konzept seien 100 000 Euro zu wenig.

Von Wind- und Sonnenergie zum Wasserstoff

Wie funktioniert die Power-to-Gas-Anlage in Haßfurt? Strom aus Wind- und Sonnenkraft wird hier in Wasserstoff umgewandelt und ins Gasnetz eingespeist. Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten: So entsteht Wasserstoff beispielsweise quasi als Nebenprodukt in der chemischen Industrie. Gute Nachrichten für all diejenigen, die bereits jetzt ein Auto mit Wasserstoff fahren: Laut Finanzreferentin Keck plant mindestens ein Schweinfurter Unternehmen, eine Wasserstofftankstelle einzurichten.

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