Schweinfurt

Schweinfurter Weihnachtsmarkt: Verwaltung ist zufrieden

Erweitern sowohl räumlich als auch in Sachen Angebot wollte die SPD den Weihnachtsmarkt. Warum die Verwaltung will, das alles so bleibt wie es ist.
Der Schweinfurter Weihnachtsmarkt ist aus Sicht der Verwaltung in seiner jetzigen Form gut. Einen Antrag der SPD auf Erweiterung in die Spitalstraße und mehr Kunsthandwerker lehnte man ab. Foto: Josef Lamber

Auch wenn man im Moment ja so gar nicht in Weihnachtsstimmung ist, so lange ist's nicht mehr hin: In etwas weniger als fünf Monaten gibt's wieder Glühwein, Lebkuchen und "Jingle Bells"-Beschallung. Der Schweinfurter Weihnachtsmarkt ist einer der gut besuchten in der Region, was auch daran liegt, dass er die gesamte Adventszeit auf dem Marktplatz stattfindet. Die SPD wünschte sich in einem Antrag im Mai, den Markt attraktiver zu machen. Damit ist sie bei der Verwaltung aber auf wenig Gegenliebe gestoßen.

Peter Hofmann hatte damals den Antrag eingebracht. Er hatte angeregt, den Markt auf die Spitalstraße zu erweitern und ein besseres Angebot für Kinder zu schaffen sowie einen hochwertigen Kunsthandwerkermarkt zu etablieren. Seit vergangenem Jahr liegt der Weihnachtsmarkt in der Verantwortung der Wirtschaftsförderung bei Amtsleiterin Pia Jost. Diese stellte auch die Überlegungen vor, warum die Verwaltung im Prinzip im Moment nichts ändern möchte.

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Peter Hofmann hatte darauf hingewiesen, er und seine Kollegen würden durchaus immer wieder von Bürgern angesprochen, die sich nicht mehr wohl fühlten, weil es aus ihrer Sicht einen zu starken Schwerpunkt auf Essen und Trinken gibt. "Das, was einen Weihnachtsmarkt ausmacht, geht immer mehr verloren", so Hofmann, der von einem "Glühwein- und Flammkuchenmarkt" spricht und sich wünschte, man möge andere Städte wie Würzburg oder Regensburg aufsuchen und von deren Märkten lernen.

Eine Erweiterung des Weihnachtsmarktes in Richtung Spitalstraße lehnt die Verwaltung ab, weil die Stände in der Mitte der Straße in Sachen Rettungsgasse und Brandschutz, aber auch Strom- und Wasserversorgung schwierig zu realisieren sind. Darüber hinaus seien auch nicht alle Geschäftsinhaber und Hausbesitzer von einer solchen Idee begeistert, informierte Ordnungsreferent Jan von Lackum, der den Weihnachtsmarkt früher verantwortete.

"Vom Himmel hoch": Das Nürnberger Christkind kommt regelmäßig zum Schweinfurter Weihnachtsmarkt, 2018 begleitet von den beiden Engeln Tamina und Leona. Foto: Uwe Eichler

Bezüglich der geforderten Kunsthandwerker erklärte Pia Jost, man sei immer auf der Suche nach solchen, die das "Angebot bereichern". Es sei aber schwierig, denn für vier Wochen werde man kaum einen Anbieter finden, da außerdem auch die Frequenz des Marktes nicht so hoch wie zum Beispiel in Nürnberg sei, damit sich ein Dauerbesuch für einen Kunsthandwerker in Sachen Umsatz entsprechend niederschlägt. Man wolle aber auf regionale Hobbykünstler zugehen, die dann unter anderem am dritten Adventswochenende beim Themenmarkt ausstellen sollen oder einen Aktionsstand betreiben.

Für Kinder gibt es auf dem Schweinfurter Weihnachtsmarkt unter anderem zwei Fahrgeschäfte. Foto: Josef Lamber

Dass der jetzige Markt für Kinder nicht attraktiv sei, kann Jost nicht nachvollziehen. Sie listete eine ganze Reihe Angebote auf wie den Besuch des Nürnberger Christkinds, des Nikolauses, des Weihnachtsmannes oder den Kindertag mit 1000 kleinen Besuchern mit allerlei kindgerechten Angeboten. Außerdem gebe es zwei Fahrgeschäfte für Kinder und die lebende Krippe als regionale Besonderheit.

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