Sennfeld

Sennfeld: Großer Haushalt, kleine Schulden

Einen Rekordhaushalt von über 21 Millionen Euro für das Jahr 2019 weist die Jahresrechnung auf, die der Gemeinderat Sennfeld zur Kenntnis erhielt. In der Sitzung in der Frankenhalle wurden die Zahlen vorgelegt, die die Kämmerin Cynthia Derra erstellt hatte. Demnach schließt der Verwaltungshaushalt der Gemeinde in Einnahmen und Ausgaben mit fast 15 Millionen Euro, genau 14 998 464 Euro ab, der Vermögenshaushalt mit 6 090 029 Euro. Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt betrug 2 346 881 Euro. Aus der allgemeinen Rücklage wurden 3 124 853 Euro entnommen. Zum Ende des Jahres 2019 lag der Schuldenstand der Gemeinde bei 63 157 Euro, das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 14 Euro.

Die Jahresrechnung muss noch dem Rechnungsprüfungsausschuss vorgelegt werden. Da sich dieser aufgrund der Kontaktreduzierung wegen des Coronavirus derzeit nicht treffen kann und ein neuer Gemeinderat gewählt wurde, soll die örtliche Prüfung der neue Ausschuss vornehmen. Das wird erst nach der Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen der Fall sein. Wie die Gemeindeverwaltung mitteilte, findet derzeit aber die überörtliche Prüfung für die Jahre 2016 bis einschließlich 2019 durch den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband statt.

Werbetafeln müssen entfernt werden

Keine Einwände hatte der Gemeinderat gegen einen Umbau von einem Zwei- auf ein Dreifamilienwohnhaus im Baugebiet Rempertshag. Dabei soll eine separate Einliegerwohnung in einem Erdgeschossteil eingebaut werden. Der Befreiung vom Bebauungsplan stimmte der Gemeinderat zu.

Dagegen müssen nach dem Willen der Gemeindevertreter zwei große Plakatwerbetafeln in der Gottlieb-Daimler-Straße 1 vom Aufsteller, einer Werbefirma, wieder entfernt werden. Sie waren ohne Rücksprache mit der Gemeinde dort aufgestellt worden. Die Werbetafeln stehen in einem Sichtdreieck der Kreuzung, das laut Bebauungsplan von einer Bebauung frei gehalten werden muss.

Bürgermeister Oliver Schulze informierte, dass die Gemeinde das Bayerische Siegel "Kommunale IT-Sicherheit" erhalten hat. Es bestätigt, dass die Gemeinde der IT-Sicherheit einen hohen Stellenwert beimisst und die Anforderungen des Bayerischen E-Government-Gesetzes erfüllt.

Immer mehr Helfer für Notfallbörse

In Sachen Corona erläuterte Schulze, dass die Sennfelder Notfallbörse immer mehr Helfer findet, dass im Gegenzug aber nur wenige Bedürftige sich melden. Offenbar können sich viele im privaten Umkreis organisieren.

Der Bürgermeister dankte der Bevölkerung, dass sie sich an die Vorgaben der Staatsregierung halte. Er verwies auch auf die Allgemeinverfügung von Stadt und Landkreis Schweinfurt, wonach Kontaktpersonen der Kategorie I vom Gesundheitsamt zwar kontaktiert werden, aber für eine Einzelbetreuung der Verwaltungsaufwand zu hoch ist. Diese Personen müssen sich an bestimmte Hygieneregeln halten, sagte Schulze und verwies auf die Gemeindehomepage.

Im Sennfelder Amtsblatt werden jetzt alle heimischen Betriebe veröffentlicht, die einen Lieferservice anbieten, erläuterte er auf Hinweis von Janka Wozny.

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