Sennfeld

Sicherheit für den Schulstandort Sennfeld

Voraussichtlich nach den Sommerferien soll die Generalsanierung und Erweiterung der Grund- und Mittelschule Sennfeld beginnen. Der Gemeinderat möchte die Kündigungsfrist im Schulverbund auf 15 Jahre verlängern. Foto: Silvia Eidel

Als größtes Bauvorhaben der Gemeinde Sennfeld soll in diesem Jahr die Erweiterung und Generalsanierung der Grund- und Mittelschule beginnen. Geschätzte 15,2 Millionen Euro wird dies kosten. Grund genug für die Gemeinde, den Vertrag des Schulverbunds "Mittelschule Maintal" genau unter die Lupe zu nehmen.

Im Schulverbund haben sich seit August 2011 die Gemeinden Gochsheim, Grettstadt, Schonungen, Schwebheim und Sennfeld zusammengeschlossen. Ziel war, die Schulstandorte Gochsheim und Sennfeld als Mittelschule langfristig zu erhalten, wie Bürgermeister Oliver Schulze in der ersten Gemeinderatssitzung des neuen Jahres erläuterte.

Aktuell liegt nun für die große Baumaßnahme an der Sennfelder Schule das Raumprogramm bei der Regierung von Unterfranken zur Genehmigung vor. Das geschieht in Vorbereitung des Förderantrags.

Die Schulerweiterung und -sanierung will die Gemeinde Sennfeld als Sachaufwandsträger selbst finanzieren. Eine Beteiligung der anderen Gemeinden über den Schulverbund ist nicht vorgesehen. Die Gemeinde Schwebheim ist aber im Rahmen des Vertrags über die Verbandsschule durch die Abschreibungen mittelbar an der Finanzierung beteiligt, so Schulze.

Für Sennfeld sei es angesichts der großen Investition wichtig, eine mittelfristige Sicherheit für den Fortbestand des Schulstandortes zu haben, sagte er. Der bisherige Kooperationsvertrag zum Schulverbund habe zwar eine Kündigung innerhalb von fünf Jahren nach Abschluss, also von 2011 bis 2016, ausgeschlossen. Aber danach und daher auch jetzt sei eine jährliche Kündigung möglich.

Diese Kündigungsfrist will Sennfeld ab sofort auf 15 Jahre ändern. Laut Schulze habe er bereits mit den Bürgermeisterkollegen der anderen Gemeinden gesprochen, die das Sicherheits-Anliegen verstehen und der Änderung "wohlwollend" gegenüber stünden. Die Entscheidung darüber liege aber bei den jeweiligen Gemeinderatsgremien. Der Sennfelder Rat war schon mal einmütig mit der Verlängerung der Kündigungsfrist einverstanden.

Über vier Bauvorhaben musste das Gremium zu Jahresbeginn entscheiden. Einverstanden waren die Gemeinderäte mit einem Teilabbruch eines Wohnhauses in der Hauptstraße und dem Wiederaufbau in Form eines Vollgeschosses. Ebenfalls keine Einwände gab es gegen den Anbau eines Raumes im Obergeschoss eines Hauses in der Krautgasse, auf einer Garage.

Etliche Befreiungen vom Bebauungsplan Rempertshag brauchte dagegen der Neubau von zwei Doppelhaushälften. Statt vier Wohneinheiten soll eine fünfte zusätzlich unterm Dach errichtet werden, die Geschossflächen- und die Grundflächenzahl werden überschritten und der Kniestock soll auf einen Meter erhöht werden. Damit zeigten sich die Räte zwar einverstanden, doch ob die fünf angegebenen Stellplätze ausreichen und genehmigungsfähig sind, wurde angezweifelt. Letztendlich waren sie aber mit dem Bauvorhaben einverstanden, vorbehaltlich der Stellplatzfrage, die von der Gemeindeverwaltung überprüft werden soll.

Ebenfalls einstimmig einverstanden war der Gemeinderat mit dem Umbau und der Erweiterung eines Wohnhauses mit Nebengebäuden und Garagen in der Neubrunnstraße. Dort soll es dann drei Wohneinheiten geben, eine Bauberatung wurde in Anspruch genommen, sagte Schulze. Dritter Bürgermeister Jürgen Bandorf war von der Beschlussfassung ausgeschlossen.

Für die Mainbogen-Allianz gebe es erstmals die Möglichkeit eines Regionalbudgets, informierte Schulze die Räte. Voraussetzung ist die Bildung eines Lenkungsausschusses mit Bürgermeistern (Sennfeld, Grafenrheinfeld, Grettstadt) und Bürgern (Röthlein, Schwebheim, Gochsheim) sowie Allianzmanagerin Ursula Weidinger.

Zur Grünanlage an der Ortseingangskreuzung gab Schulze die Information des Bauhofleiters weiter, dass die Stauden zur besseren Überwinterung voll stehen bleiben müssen. Außerdem dienen sie als Unterschlupf für Insekten, gab er die Einschätzung des Landschaftsbaumeisters weiter. Damit sollen Fragen aus der Bevölkerung beantwortet werden.

An der Baustelle des Pflegeheims werde es für Kabelarbeiten demnächst wieder Verkehrsbeschränkungen geben, teilte Schulze mit.

Zwei Stellenausschreibung der Gemeinde laufen derzeit: für einen Hausmeister in der Schule sowie einen Fachangestellten für Bäderbetriebe im Schwimmbad.

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