GEROLZHOFEN

Sie haben wenigstens ihre Namen wieder

Versteinerte, betroffene, gar entsetzte Gesichter. Altbürgermeister Hartmut Bräuer versagt die Stimme, als er die Rede Milka Lichtenauers auf Deutsch vorlesen will.
Gunter Demnig (rechts) verlegt mit Hilfe von Bauhofleiter Norbert Hackenberg einen Stolperstein in der Bahnhofstraße 5. Foto: Foto: Norbert Finster
Versteinerte, betroffene, gar entsetzte Gesichter. Altbürgermeister Hartmut Bräuer versagt die Stimme, als er die auf Englisch vorgetragene Rede von Milka Lichtenauer, verheiratete Zailer, auf Deutsch vorlesen will. Sechs Millionen durch das NS-Regime ermordete Juden, das ist eine immer wieder vorgetragene Zahl, die abstumpfen mag. Aber wenn es um Einzelschicksale geht, dann machen die Verbrechen dieser Diktatur auch über 70 Jahre danach immer noch fassungslos. Auch Menschen, die diese Zeit nicht erlebt haben.
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