SCHWEINFURT

Sommerkonzert der Musikschule bietet Überraschungen

In Zusammenarbeit mit der Wissenswerkstatt entstanden diese trommeln. Im Bild Simeon Schmitt, Maximilian Scholl, Paul Stacha, Peer Wilhelm, Foto: Josef Lamber

„Die Musik spricht für sich allein, vorausgesetzt, wir geben ihr eine Chance“. Mit diesem treffenden Zitat des großen Musikers Yehudi Menuhin lobte beim traditionellen Sommerkonzert der Musikschule Landrat Florian Töpper, derzeitiger Vorsitzender des Zweckverbandes, die pädagogisch wertvolle Arbeit der Schule.

Sein Dank galt nicht nur allen 3200 Schülerinnen und Schülern für ihren Fleiß, ihre Ausdauer und Erfolge, sondern auch ihren Eltern, die ihnen diese musikalische Ausbildung ermöglichen. Nicht zuletzt dankte er Musikschulleiterin Andrea Schärringer und ihrem Kollegium.

Schärringer hatte zuvor das Publikum im „ausverkauften“ Konzertsaal begrüßt und ihm mit diesem Konzert einen Schnelldurchlauf durch ein erfolgreiches Musikschuljahr angekündigt.

Viele Preisträger

Dabei sei man stolz auf die zahlreichen „Jugend musiziert“-Siegerinnen und Sieger dieses Jahres. Das Zupforchester „Vielsaitig“ von der Musikschul-Außenstelle Gerolzhofen unter Leitung von Roland Eckert eröffnete mit zwei dynamisch fein abgestuften Sätzen aus der „Scandia Suite“ des Zeitgenossen Paul Walthers das Konzert.

Dann überraschte die zehnjährige Geigerin Paula Rensing (Klasse Felicja Horsonek) mit einem Allegro von Alberto Curci, das sie mit energischem Strich makellos vortrug. Großer Beifall war ihr sicher. Am Klavier begleitete, wie auch bei anderen Auftritten, Mirella Angeli-Bayerlein. Der Gitarrist Fabian Schmitt errang im Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ den ersten Preis. Er spielte, begleitet von seiner Lehrerin Judit Köcsky-Vogel, voller Tonschönheit das Largo aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“.

Kistentrommeln gebaut

Die Wissenswerkstatt Schweinfurt hatte für die Musikschule einen Workshop zum Bau von zehn Cajons (Kistentrommeln) gesponsert. Den Erfolg konnte man jetzt hören: Simeon Schmitt, Maximilian Scholl, Paul Stacha und Peer Wilhelm überzeugten mit einer fröhlichen Rhythmusstudie „Teamwork 4 Cajon“ von Stephanie Carr-Lemmerich, neben Michael Albert Lehrerin der vier jungen Trommler.

Von Johann Sebastian Bach eine „Bourrée“, diesmal ungewöhnlich auf einem Kontrabass, sauber intoniert von Magdalena Garsky (Michael Weisel), am Klavier begleitet von Jan-Eric Blos (Iris Wolf). Ein Percussions-Feuerwerk brannten Simeon Schmitt, Maximilian Scholl und Peer Wilhelm mit „Cayenne“ auf Kesselpauken, Drumset, Militärtrommel und Kühne-Rotkraut-Dosen ab. Dafür war ihnen der zweite Preis beim Landeswettbewerb sicher (Stephanie Carr-Lemmerich).

Den ersten Preis beim Landeswettbewerb errang Niklas Frank (Judit Köcsky-Vogel), der mit seinem eleganten Gitarrenspiel eine „Caprice“ von Matteo Carcassi ausdrucksvoll interpretierte. Zehn junge Damen des Jugendchorensembles unter Ingrid Peppel sangen zwei Lieder aus „Die Kinder des Monsieur Mathieu“. Anschließend wieder ein junger begabter Gitarrist: Alan Lee Hague (Klaus Bäuerlein) gefiel mit einer Bourrée von Johann Sebastian Bach.

Den ersten Preis im Regionalwettbewerb errang Isabell Sterner. An diesem Abend spielte sie mit ihrer Lehrerin Ronja Dittmar auf Piccolo-Trompeten ein Allegro von Antonio Vivaldi, das beide mit sicherer Technik und strahlendem Ton interpretierten.

Den ersten Preis im Landeswettbewerb holten sich Ben Fritsche, Paul Stacha und Felix Weid (Michael Albert), die mit „Wooden Voices“ auf hölzernen Schlitztrommeln, Klangstäben und einem Metallofon fernöstliche Klänge in den Musiksaal zauberten.

Die Pianistin Inga Leis (Barbara Anton-Kügler) bot mit der technisch anspruchsvollen „Polonaise g-moll“ von Frédéric Chopin eine respektable Leistung. Mit dem Allegro moderato aus einer Tedesco-Sonate erspielte sich Sarah Gross (Carmen Thiergärtner) auf ihrer Mandoline den zweiten Preis im Bundeswettbewerb. Eine Freude, ihr zuzuhören, wie sie mit absoluter Sicherheit und feiner Gestaltung das Stück vortrug. Jürgen Thiergärtner begleitete sie auf der Gitarre.

Preisverdächtig der Auftritt des Pianisten Sebastian Knaub (Bettina Birkenkötter), der die Etüde f-moll von Frédéric Chopin und eine Burlesque von Béla Bartók mit Feuer und Virtuosität vortrug. Virtuoses Spiel dann auch beim „Rausschmeißer“ des Konzerts: Robert Jacobi (Joachim Brandl) begeisterte die Zuhörer auf seinem Violoncello mit dem „Elfentanz“ des böhmischen Cellisten David Popper, den er mit musikantischer Frische, wirkungsvollen Glissandi und Flageolett-Tönen meisterte.

Paula Rensing beeindruckte mit ihrem Spiel. Foto: Josef Lamber
Konzentriert: Niklas Frank Foto: Josef Lamber

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