WIPFELD

Sommernachtskonzert zum 50. Geburtstag

Die neue Dirigentin Jenny Kühl beeindruckte beim Sommernachtskonzert hoch über Wipfeld. Foto: Guido Chuleck

An einem warmen Sommerabend auf der Mauer des Kirchberges in Wipfeld sitzen, mit Blick auf die Mainaue und das Kloster St. Ludwig, dazu einen Wein oder Cocktail trinken und bei Musik von Simon & Garfunkel, Phil Collins, Guiseppe Verdi oder Abba zweieinhalb Stunden in Erinnerungen schwelgen. Alles das genossen gut 200 Besucher des Sommernachtskonzertes des Musikvereins Wipfeld vor der Conrad-Celtis-Schule bei einem Freiluftkonzert.

Wobei den Blick in die herrliche Landschaft eher die Urlauber in sich aufgesogen hatten. Die Wipfelder und weitere Besucher der Gegend konzentrierten sich deshalb auf den Musikverein. Denn die Musiker boten am Freitagabend unter der Leitung der neuen Dirigentin Jenny Kühl Auszüge aus 50 Jahren (und mehr) Musikgeschichte.

Gute Musikauswahl

Besser als mit der Musik der lebenden Legenden Simon & Garfunkel ließ sich ein solches Konzert gar nicht beginnen und auch nicht beenden. Als musikalische Rahmenhandlung eröffneten die Musiker ihr Konzert mit einem Medley und schlossen es mit dem Klassiker „Sound of Silence“.

Was sie an weiterer Musik in diesen Rahmen eingebettet hatten, sorgte schon beim Blick auf das Programm für Zungenschnalzen. Mit Stücken wie „La Mer“ von Charles Trenet, „Ein halbes Jahrhundert“ von Very Rickenbacher oder auch die schönsten Melodien von Guiseppe Verdi (was für ein Ohrenschmaus) weckten die Musiker eine ganze Reihe von Erwartungen. Was soll man sagen? Sie haben sie alle erfüllt. Bei der Interpretation vom Musical „Grease“ hätten John Travolta und Olivia Newton-John wohl nicht nur wohlwollend gelächelt, sondern, wären sie persönlich anwesend gewesen, den Abend mit schwungvollen Tanzeinlagen ergänzt. Einmal die Augen schließen, und schon war der Zuhörer mitten drin im Musical. Oder Phil Collins, Schlagzeuger und Sänger der Gruppe „Genesis“, der für die Filmmusik zum Disney-Klassiker „Tarzan“ mit einem Oscar ausgezeichnet wurde und bei dem jeder Hit gleichzeitig ein Ohrwurm für die Ewigkeit ist. Oder Abba, deren geniale Musik nicht mehr vorgestellt werden muss.

Fotoserie

Sommernachtskonzert

zur Fotoansicht

Mutig trauten sich die Geschwister Lena und Sebastian auf die Bühne, um den „kleinen grünen Kaktus“ zu besingen. Musikalische Unterstützung erhielten die beiden von Jungmusikern, die ihrerseits Verstärkung durch alte Hasen wie den Ehrenvorsitzenden erhielten. Da bräuchte sich der Musikverein um den Nachwuchs keine Sorgen machen, sagte Max Sauer, der Moderator des Abends.

Und kurz vor dem viel zu kurzen Zugabenblock (nur vier Stücke) lüftete der Vorsitzende der Musiker, Michael Gröger, auch das Geheimnis, warum das Konzert von Samstag auf Freitag vorverlegt wurde: die neue Dirigentin startete nämlich am Samstag in den Urlaub nach Schweden. Dass der Verein mit dieser Dirigentin eine sehr gute Wahl getroffen hatte, bewiesen die Wunderkerzen am Schluss und ein Beifall, der weit in die Mainaue hinaus geschallt war.

 

Mit Wunderkerzen und viel Beifall dankten die vielen Zuschauer den Musikern für den gelungenen musikalischen Abend. Foto: Guido Chuleck

Schlagworte

  • Wipfeld
  • Guido Chuleck
  • Abba
  • Dirigenten
  • Geburtstage
  • John Travolta
  • Musikgeschichte
  • Musikvereine
  • Phil Collins
  • Sommerabende
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!