Gerolzhofen

Spatenstich für das neue In-Hotel

Seit rund zwei Wochen laufen schon die Tiefbauarbeiten für die Tiefgarage auf dem Gelände des Gasthofs "Wilder Mann". Nun fand bei einer kleinen Feier der offizielle Spatenstich für das neue Hotel statt. An der Breslauer Straße entsteht, wie berichtet, südlich des Gasthofs ein sogenanntes In-Hotel mit 110 Betten. Das "In" steht für Inklusion oder auch Integration. Im Hotel und im Restaurant werden unter der Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Unterfranken künftig Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammenarbeiten. Über sechs Millionen Euro investiert dafür die Krapf Immobilien GmbH & Co. KG mit Geschäftsführer Rainer Krapf in den Bettenanbau inklusive Lobby, Tagungsbereich und Tiefgarage.
Der symbolische Spatenstich für das neue Hotel 'Wilder Mann' in Gerolzhofen: (von links) Martin Barthelme (Hoch- und Tiefbau Müller GmbH), Architekt Matthias Küster, die Bauherren Doris und Rainer Krapf, Thomas Geuppert (Bereichsleiter Behindertenhilfe/Integration bei der AWO), Landrat Florian Töpper, Irene Görgner (stellvertretende Vorsitzende der AWO Unterfranken), Martin Ulses (Bezirksgeschäftsführer AWO Unterfranken), Bürgermeister Thorsten Wozniak, Theo Hahn (Bauunternehmer) und Jochen Wunder (Hochbautechniker).
Der symbolische Spatenstich für das neue Hotel "Wilder Mann" in Gerolzhofen: (von links) Martin Barthelme (Hoch- und Tiefbau Müller GmbH), Architekt Matthias Küster, die Bauherren Doris und Rainer Krapf, Thomas Geuppert (Bereichsleiter Behindertenhilfe/Integration bei der AWO), Landrat Florian Töpper, Irene Görgner (stellvertretende Vorsitzende der AWO Unterfranken), Martin Ulses (Bezirksgeschäftsführer AWO Unterfranken), Bürgermeister Thorsten Wozniak, Theo Hahn (Bauunternehmer) und Jochen Wunder (Hochbautechniker). Foto: Johannes Vogt

Seit rund zwei Wochen laufen schon die Tiefbauarbeiten für die Tiefgarage auf dem Gelände des Gasthofs "Wilder Mann". Nun fand bei einer kleinen Feier der offizielle Spatenstich für das neue Hotel statt. An der Breslauer Straße entsteht, wie berichtet, südlich des Gasthofs ein sogenanntes In-Hotel mit 110 Betten. Das "In" steht für Inklusion oder auch Integration. Im Hotel und im Restaurant werden unter der Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Unterfranken künftig Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammenarbeiten. Über sechs Millionen Euro investiert dafür die Krapf Immobilien GmbH & Co. KG mit Geschäftsführer Rainer Krapf in den Bettenanbau inklusive Lobby, Tagungsbereich und Tiefgarage.

Bauherr Rainer Krapf freute sich, dass zahlreiche Gäste, an der Spitze Landrat Florian Töpper und Bürgermeister Thorsten Wozniak, seiner Einladung zum Spatenstich gefolgt waren. "Es ist normal, verschieden zu sein", hob er den Grundgedanken des künftigen In-Hotels hervor. Vielleicht könne der neue "Wilder Mann" zum Wegbereiter werden für einen Wandel in der Gesellschaft hin zu noch mehr Inklusion.

"Zukunftsweisendes Projekt"

Irene Görgner, die stellvertretende Vorsitzende der AWO Unterfranken, sprach von einem "zukunftsweisenden Projekt mit Inklusionsgedanke". Das Haus werde sicherlich eine Bereicherung für die Stadt und die gesamte Region. Man sei bemüht, langfristige Arbeitsplätze zu schaffen. Mindestens 40 Prozent der Arbeitsplätze werde man mit Schwerbehinderten besetzen. Das Projekt, so Görgner, sei auch "eine riesige Chance für die AWO". Sie dankte der Stadt Gerolzhofen für die wohlwollende Unterstützung und dem Investor für dessen unternehmerischen Mut.

Landrat Florian Töpper sagte, das leerstehende große Gebäude "Wilder Mann" habe ihn geschmerzt. Deshalb gebühre Rainer Krapf großer Dank für seine nachdrückliche Arbeit, das Projekt voranzutreiben und das Gebäude wieder einer Nutzung zuzuführen. Töpper zeigte sich dankbar für die Kombination aus Tourismus und Inklusionsarbeit. Diese Art von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen sei sehr wichtig und ein "Wegweiser für die Zukunft des Landkreises".

Inklusion muss gelebt werden

"Ein Handschlag und ein Wort gelten bei Rainer Krapf", betonte Bürgermeister Thorsten Wozniak. Er dankte dem Bauherrn für den fairen Umgang. Inklusion müsse gelebt werden, sagte Wozniak. "Denn wir alle haben Grenzen", bei manchen Menschen kämen diese Grenzen aber schneller zum Vorschein. Es sei lobenswert, dass die AWO hier vorangehe und dass es einen privaten Investor gebe, der sich dieser Aufgabe annehme. 

Für die Stadt Gerolzhofen sei es eine große Freude, so der Bürgermeister, dass die Immobilie, die seit vielen Jahren leer steht, wiederbelebt wird. Ein Bau in einer historischen Altstadt sei immer mit Schwierigkeiten verbunden, sei es wegen der Enge, wegen den archäologischen Ausgrabungen oder wegen der Nähe zur Grabenschule. Stadt und Landkreis könnte hier als "Ermöglichungsbehörden" helfen.

Das neue Hotel werde ungemein wichtig für die Stadt, da nun dringend benötigte Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen werden. Das Tagungshotel werde eine starke Bereicherung für die Stadt und werde den Sektor Event/Kultur/Tourismus weiter stärken, zeigte sich Wozniak sicher. Denn: "Es gibt keine schönere Hotel-Gegend als in Gerolzhofen."

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