SCHWEINFURT

Stadt beteiligt sich an Projekt DenkOrt Aumühle

Die Aumühle bei Würzburg: Von hier aus hat das NS-Regime jüdische Bürger aus ganz Unterfranken in den Tod geschickt. Ein „wachsendes Denkmal“ soll daran erinnern.

109 Gemeinden, in denen zu Beginn der NS-Gewaltherrschaft jüdische Bürger lebten, hat die Initiative für den „DenkOrt Aumühle“ angeschrieben. Möglichst viele sollen Teil des Kunstprojekts werden, das Christian Kreppel, Leiter des Kulturamts, dem Schul- und Kulturausschuss vor kurzem vorgestellt hat. Ein „höchst spannendes Projekt“, das die Wege der Menschen und ihrer Deportation optisch wiedergeben will. Mit Gepäckstücken. Jede Gemeinde steuert ein Gepäckstück für den zentralen Gedenkort bei und stellt eines bei sich selbst auf.

Das Ziel ist eine zentrale Gedenkstätte für die jüdischen Opfer aus ganz Unterfranken zu schaffen. Der sogenannte Aumühl-Ladehof in Würzburg, ein kleiner Güterbahnhof, war der zentrale Ort der Deportation. Heute gibt es ihn nicht mehr. Das Projekt wird getragen von dem Verein „Wir wollen uns erinnern“, der Stadt Würzburg, der Regierung und dem Bezirk Unterfranken, Heimatpflegern, dem Bündnis für Zivilcourage und der Jugendbildungsstätte Unterfranken.

„Zeichen gegen Rassismus und rechtes Gedankengut“

Bisher haben sich laut Kreppel 35 Gemeinden entschlossen, an dem Projekt mitzuwirken und Gepäckstücke aufzustellen. Schweinfurt könne da „eigentlich auch nicht Nein sagen“. Das sah Klaus Rehberger (CSU) genauso. Gerade in einer Zeit, in der Rassismus und rechtes Gedankengut einen solchen Auftrieb bekämen, sei es umso wichtiger, Zeichen zu setzen. Die Abstimmung fiel einstimmig aus. Schweinfurt wird dabei sein, davon kann man auch vor der abschließenden Abstimmung im Stadtrat ausgehen.

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