Stadtlauringen

Stadtlauringen hat keine Schulden mehr

Am 15. August wurde die letzte Tilgungsrate überwiesen, obwohl kräftig investiert wurde in der Marktgemeinde.
Auch der Ellertshäuser See wurde in den vergangenen Jahren aufgewertet. Beim Elli-Cup 2017 (Bild) wurde  gepaddelt, gesegelt, getanzt und getaucht. Foto: Uwe Eichler

Der 15. August ist ein besonderer für Stadtlauringen. Bürgermeister Friedel Heckenlauer spricht nicht von einem historischen Tag, aber von einem außergewöhnlichen. Ab 15. August hat die Gemeinde keine Schulden mehr, so Heckenlauer.  

Mit der Überweisung von 1010 Euro über die Sparkasse Schweinfurt an die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW ) als letzte Tilgungsrate und plus 5,05 Euro an Zins, beläuft sich der Schuldenstand in der Marktgemeinde aktuell auf 0,00 Euro, freut sich Heckenlauer in einer Mitteilung. Besonders wichtig ist es ihm, dass kräftig investiert wurde. Denn gerade für eine Gemeinde wie Stadtlauringen sei es nicht einfach, mit den demografischen Entwicklungen umzugehen.   

Der Markt Stadtlauringen sei dieser Herausforderung in den letzten Jahrzehnten mit mutigen, aber zielführenden  Entscheidungen begegnet. Ziel: die Marktgemeinde als attraktive Wohnortgemeinde auszubauen und parallel dazu im Rahmen des Möglichen mit Gewerbeangeboten und Unterstützung der örtlich ansässigen Selbstständigen eine positive Entwicklung zu erreichen. Heckenlauer listet einige Beispiele auf: Drei Millionen Euro wurden so in den vergangenen 15 Jahren in den Radwege-Bau investiert. Der Ellertshäuser See wurde aufgewertet, die Gaststätte neu gebaut.

Kultur auch sogenannter weicher Entwicklungsfaktor

Aber auch Kultur sei wichtig als Entwicklungsfaktor. Überwältigend, so der Bürgermeister, war die Mitmach- und Beteiligungskultur in Oberlauringen, als es darum ging, diesen Gemeindeteil zum „Friedrich-Rückert-Dorf“ zu entwickeln. Ein Plus sei auch der Kunsthandwerkerhof in Stadtlauringen. 

Wichtig sei es auch gewesen, die Ortskerne zu stärken.  Neun Ortsteile des Marktes kamen in  so genannte Dorferneuerungsverfahren, im Ort Stadtlauringen lief gleichzeitig die Städtebauförderung. Mehr als zwei Millionen Euro flossen zum Beispiel nach Wettringen für die Neugestaltung der gesamten Ortsstraßen. In Mailes wurde ebenfalls für mehr als 500 000 Euro die Ortsdurchfahrt neu gestaltet, und der kleine Ort Fuchsstadt erlebt nun ebenfalls eine Komplettsanierung bei einem Investitionsvolumen von 1,8 Millionen Euro.

Auch in den Ortsteilen Birnfeld, Wetzhausen und in Ballingshausen wurden öffentliche Flächen neugestaltet, wie auch in Stadtlauringen die Vorstadt, die Haintor- und Lipsenstraße, der Marktplatz und auch der Umgriff um den Kirchplatz deutlich verbessert und aufgewertet werden konnten. Aber auch Bürger haben saniert und investiert, zu den über 250 Projekten gab es über 1,3 Millionen Euro Zuschuss. 

"Dies lässt durchschnaufen und mit Zuversicht auf eine Finanzierbarkeit künftiger Projekte schauen", so Heckenlauer. Dazu zählen aktuell der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Stadtlauringen, der auf 2,2 Millionen Euro geschätzt wird, und der Neubau der Grund- und Mittelschule einschließlich einer Zweifachturnhalle. Allein dafür, so die Einschätzung des Bürgermeisters, werden mindesten 8 Millionen Euro benötigt werden. 

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