Stadtrat in Kürze

Resolution gegen Laufzeitverlängerung erst später

Auf eine spätere Sitzung verschoben hat der Stadtrat den Antrag auf eine Resolution gegen die Laufzeitverlängerung des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld, den die Stadträte Thomas Vizl (geo-net), Ludolf Kneuer, Roland Marschall und Horst Gandziarowski (alle SPD) vorgelegt hatten. Bernd Ludwar (Freie Wähler) bat zu beachten, dass auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung eigentlich nur ein einziges Thema stehen sollte: das Geomaris. Dafür wollte sich der Stadtrat einen ganzen Abend lang Zeit nehmen.

Stadt soll Stellung zu TV-Problematik beziehen

Nicht einverstanden waren Eva Maria Ott (CSU) und Horst Gandziarowski (SPD) mit der Darstellung der Hallen- und Trainingsproblematik durch den TV Gerolzhofen in der Berichterstattung am Samstag, 2. Oktober. Die Sicht der Stadt in den Verhandlungen sei nicht ausreichend „rübergekommen“, so Ott. Gandziarowski kritisierte die Aussage von Bernhard Krapf, auf seinen, Krapfs, Vorschlag sei kein Widerhall der Stadt gekommen. „Die Stadt hat sich bemüht, die Kuh vom Eis zu holen“, so Gandziarowski. Wie bereits Bürgermeisterin Irmgard Krammer in ihrer veröffentlichten Erklärung, sagte auch Gandziarowski, vom TV habe man nach den jüngsten Verhandlungen nichts mehr gehört. „Was manche da im TV abziehen, ist einfach nicht korrekt.“ Zweiter Bürgermeister Erich Servatius (SPD) sagte zu, die Stadt werde nach der Rückkehr von Bürgermeisterin Irmgard Krammer eine ausführliche Stellungnahme abgeben.

Nur bedingte Chancen für Windräder in der Gemarkung

Nur an zwei Stellen in der Gemarkung soll es nach der vorgelegten Änderung des Regionalplans für die Region Main-Rhön möglich sein, Windkraftanlagen zu errichten. Das ist zum einen ein Standort nahe der ehemaligen Erdaushubdeponie, zum Zweiten im und am Schallfelder Wald Richtung Wiebelsberg. Ansonsten haben die Regionalplaner – in dieser Runde sitzen die Landräte und Bürgermeister – eine Fülle von Ausschlusskriterien für Windräder (vor allem geschützte Gebiete, Waldflächen mit besonderer Bedeutung für die Erholung, wie die Naturparks Steigerwald, Rhön und Haßberge, sowie die Nähe von Verkehrswegen) festgelegt, wie Verwaltungsleiter Johannes Lang vortrug. Obwohl viele der Kriterien im Einzelnen berechtigt seien, sei ihre Summe doch kontraproduktiv und entspreche nicht dem Willen der Bundesregierung, die Windkraft zu fördern und zu privilegieren, sagte Thomas Vizl (geo-net). Die beiden für die Gemarkung Gerolzhofen übrig bleibenden Standorte werde keiner wollen, weil hier wegen ihrer Lage hohe Türme gebaut werden müssten. Vizl hält es für besser, wenn die Gemeinden selbst Vorschläge für Windkraft-Standorte machen und sich damit einen Teil ihrer Planungshoheit erhalten könnten.

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