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Stadtrat will juristische Schritte gegen Schutzgebiet

Mit der klaren Mehrheit von 15:5 Stimmen hat der Stadtrat den Bürgermeister Thorsten Wozniak ermächtigt, gegen die vom Landratsamt Bamberg erlassene Verordnung für den geschützten Landschaftsbestandteil „Hohe Buchene Wald“ bei Ebrach Rechtsmittel einzulegen. Nachdem vor Wochenfrist das Thema schon einmal ausführlich im Gremium behandelt worden war, wurden vor der Abstimmung erneut die Argumente ausgetauscht.

Burkard Wächter (CSU) betonte, jeder Stadtrat habe einen Eid geleistet, auf das Vermögen der Stadt zu achten. „Und hier ist das Vermögen der Stadt in Gefahr“, wenn direkt neben dem Bürgerwald ein großes Schutzgebiet ausgewiesen werde, wo Schädlingsbekämpfung verboten sei. Lukas Bräuer (SPD) sagte, angesichts einer sechs Kilometer langen gemeinsamen Grenze solle man sofort handeln und Rechtsmittel einlegen. Hubert Zink (Freie Wähler) forderte ebenfalls den Schutz des Bürgerwalds. Bevor man Klage erhebe, sollte man aber noch einmal gütlich versuchen, in Gesprächen mit dem neu gewählten Bamberger Landrat und dessen Kreistag doch eine Lösung zu finden.

Thomas Vizl hingegen versuchte mit Leidenschaft, den Stadtrat von den Vorzügen des Schutzgebietes zu überzeugen. Alleine die Diskussion um einen Nationalpark habe den Steigerwald positiv in den Blickpunkt rücken lassen, was sich auch an den Übernachtungszahlen ablesen lasse. Mit dem geschützten Landschaftsbestandteil sei es möglich, den Steigerwald zum Weltnaturerbe zu machen, man könne einen Leuchtturm setzen.

 

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