Schallfeld

Stallweihnacht mit lebenden Personen und Tieren

Vereint an der Geburtsstätte: die lebende Krippe in Schallfeld. Foto: Lothar Riedel

Die im Lukasevangelium nachzulesende Weihnachtsgeschichte ereignete sich am heiligen Abend in Schallfeld. Pfarrer Stefan Mai hatte wieder eine sinnreiche und nachdenkliche Feier erarbeitet.

In der Kirche führten ein Großvater (Gerd Hofmann) und sein Enkel (Luca Krämer) ein Zwiegespräch, ob tatsächlich ein Esel und Ochse im Lukasevangelium genannt werden und an der Krippe standen. In einem frühchristlichen und dem ältesten Hirtenreliefe aus dem 4. Jahrhundert sind nämlich nur beide Tiere, das Jesuskind und ein Hirte zu sehen, erläuterte Pfarrer Mai anhand eines Bildes.

Anschließend zogen die Gläubigen zu zwei Stationen und suchten eine Unterkunft für die schwangere Maria. Alle Türen im Ort waren verschlossen. Trotz des Regens begleiteten die Beiden auf der Suche nach einer Herberge eine große Schar von etwa 200 Kindern, Eltern und Großeltern, mit Kinderwagen und Rollatoren. Die Menschen liefen zu Fuß zur Krippe – fast so wie damals vor über 2000 Jahren die Hirten.

Im Stall fand man schließlich das Jesukind, in der Halle von Gottfried Schulz. In die Rolle der schwangeren Maria schlüpfte Birgit Mayer-Bedenk. Josef wurde dargestellt von Fritz Reuther. Es roch nach Tieren und Stroh. Passend zur Weihnachtsgeschichte befanden sich mit im Stall Esel und Ochsen. In der Nähe warteten neben einem Schäferkarren die Schafe, die von Zeit zu Zeit blökten. Rund um das Jesuskind saßen Hirten der Familien Schulz, Bedenk und Reuther-Jung. In der Krippe lag der erst sechs Monate alte Valentin Krapf, warm eingepackt in Schafsfellen. Bei dem freudigen Ereignis glänzten nicht nur die Kinderaugen.

Musikalisch bereicherte der Kinderchor unter der Leitung von Steffi Schanz mit Kirchen – und Weihnachtsliedern die Herbergssuche. Die Kinder des Kinderkirchenteams verkörperten verschiedene Tiere und stellten deren Charaktere dar. Mit dem bekannten Lied "Stille Nacht" und bei beginnender Abenddämmerung endete die beeindruckende und ergreifende Stallweihnachtsfeier bei anheimelnder Stimmung.

Beim anschließenden Ausklang mit Weihnachtsgebäck spendete Dominik Lenhard den Glühwein. Die Organisation lag in den Händen des Pfarrgemeinderats.

Über 200 Personen nahmen an der Stallweihnacht in Schallfeld teil. Foto: Lothar Riedel
In der Kirche diskutierten Enkel Luca Krämer mit Großvater Gerd Hofmann, ob im Lukasevangelium Ochs und Esel genannt werden. Foto: Lothar Riedel
Der Kinderchor sang an den Türstationen Weihnachtslieder unter der Leitung von Steffi Schanz. Foto: Lothar Riedel

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