GEROLZHOFEN

Standpunkt: 20 Bauplätze in bester Lage

Bürgermeister Thorsten Wozniak hat den Stadtrat mächtig in den Schwitzkasten genommen. Es gehe nicht an, sagte er im Stadtrat, auf der einen Seite ständig das Wohnbaugebiet TV-Platz zu fordern, wie in etlichen Haushaltsreden und jetzt auch im Stadtratswahlkampf geschehen, und auf der anderen Seite die Verhandlungen mit dem TV zu blockieren. Dadurch nämlich, dass der Rat bisher immer wollte, dass TV-Platz und Stadthalle nur im Paket verhandelt werden. Dieser erkennbare Widerspruch klopfte den Stadtrat weich. Einstimmig kam das Signal an Wozniak, jetzt separat über das Sportgelände mit dem TV zu verhandeln und die Stadthalle außen vor zu lassen.

Wozniaks Schachzug: Er machte das Thema öffentlich, obwohl Grundstücksangelegenheiten eigentlich in den nichtöffentlichen Teil einer Sitzung gehören. Bereits am Mai 2013, nur kurz nach seinem Amtsantritt, hatte er dem Stadtrat schon einmal fast das Gleiche erzählt wie jetzt am Montag – nur eben hinter verschlossenen Türen. Der Stadtrat blieb damals bei seiner Haltung, nur Halle und Platz gemeinsam zu verhandeln.

Durch den Gang an die Öffentlichkeit entzog sich der Bürgermeister auch dem schon ihm gegenüber geäußerten Vorwurf, in dieser Sachuntätig zu bleiben. Daraus hätte sich leicht der Verdacht ableiten lassen, Wozniak wolle nur das von ihm favorisierte Baugebiet südlich des Nützelbachs forcieren und lasse dafür alles andere liegen.

Dem ist nun offensichtlich nicht so. Jetzt sieht es ganz danach aus, als könnten ziemlich zügig 20 Bauplätze in bester Wohnlage geschaffen werden. Mit einer Zustimmung der TV-Mitglieder, die nun nicht mehr das alte Vereinsvermögen Stadthalle abtreten müssen, kann gerechnet werden. Jetzt endlich braucht der Stadtrat nicht mehr nur von Innenentwicklung und Einwohnermehrung zu reden, sondern hat dafür auch Handlungsspielraum.

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