Standpunkt: Das große Zaudern im Rat

Standpunkt: Werden Grüne staatshörig?

Endlich ist die Katze aus dem Sack. Die Zuschusslage für die Sanierung mit Teilneubau des Geomaris ist hocherfreulich. Gerhard Eck hat Wort gehalten und löst seine im Bürgermeister-Wahlkampf abgegebene Zusage ein, der Zuschuss für das Bad werde höher als 50 Prozent ausfallen. Dass dem CSU-Staatssekretär aus Donnersdorf für seinen in der Tat anerkennenswerten Einsatz in München ausgerechnet der Grüne Thomas Vizl danken musste, ist bezeichnend für die Stadtratsitzung am Montag. Es wäre taktisch klüger gewesen, wenn Zweiter Bürgermeister Erich Servatius die erfreuliche Zuschuss-Meldung an den Anfang der fast vierstündigen Debatte über die Zukunft des Bades gestellt hätte und nicht ans Ende. Ein mutiger Stadtrat hätte dann auch gleich beschlossen, das Projekt nun definitiv anzugehen. Auch wenn die genannten Summen nur voraussichtlichen Charakter haben, allzu viel wird sich bis zum endgültigen Ist-Bestand wohl nicht mehr ändern. So stand die ganze Diskussion immer noch unter dem alten Vorzeichen eines „Vielleicht, vielleicht auch nicht“. Einzuräumen ist, dass sich der Stadtrat viel Mühe mit dem Thema Geomaris gibt, dabei aber ziemlich entscheidungsunfreudig ist. So gab es am Montag wieder keinerlei Beschlüsse. Was soll am 7. Januar anders sein als jetzt? Wieder drei Wochen verlorene Zeit. Zeit, in der das Bad von Tag zu Tag maroder vor sich hinsiecht und jede Menge teure Energie sinnlos in die Atmosphäre geblasen wird. Es ist jetzt wirklich höchste Eisenbahn, zu Ergebnissen zu kommen. Darauf warten auch Tausende von Schwimmbad-Kunden.

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