STAMMHEIM

Standpunkt: Die Rechten ins Leere laufen lassen

Standpunkt: Planwirtschaft für Gastronomen

Natürlich ist davon auszugehen, dass Bürgermeister Horst Herbert mit seinem Aufruf, den braunen Marsch durch Stammheim zu ignorieren, auch die Sicherheit des Kolitzheimer Ortsteils im Hinterkopf hat.

Dennoch ist diese Idee eine bisher wenig genutzte Form des kreativen Widerstands. Sie hat nichts damit zu tun, jetzt jeglichen Protest gegen die Rechten im Ort einzustellen und damit deren Präsenz hinzunehmen. Das wäre in der Tat kein Ignorieren, sondern Ignoranz. Doch die kann man den Stammheimern nun wirklich nicht vorwerfen. Auch wenn am Sonntag tatsächlich kein Stammheimer am Wegesrand stehen würde, wenn die Braunen marschieren, die bunten Banner gegen sie werden weiter wehen. Es sind inzwischen so viele, dass die Rechten gar nicht mehr mit dem Beseitigen nachkommen.

Die Sensibilität für das Thema wird hoch bleiben. Der runde Tisch wird weiter tagen. Den Stammheimern ist klar, dass das Problem nicht heute und morgen, sondern bestenfalls mittelfristig zu lösen sein wird. Dazu gibt es in Stammheim mutige Menschen, genannt sei stellvertretend Burkhard Krapf, die sich mit ihrem vollen Namen an die Spitze des dauerhaften Widerstands stellen.

Eine charmante Facette dieses Widerstands kann es durchaus sein, die Neonazis am Pfingstsonntag im wahrsten Sinn des Wortes ins Leere laufen zu lassen.

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