SCHONUNGEN

Startschuss für neues Altenheim

Auf der ehemals größten bewohnten Altlast Bayerns, in Schonungen, wird ein neues Altenheim gebaut. Beim symbolischen Spatenstich (von links) Thea Kupfer (AWO Schonungen), Theo Kohmann (Altlast-Bürgerinitiative SuB), Bürgermeister Stefan Rottmann, Brigitte Holderbaum (Caritas-Sozialstation), Gerald Möhrlein (AWO Unterfranken), Heike Nebes (Caritas-Sozialstation), Carolin Glöckle und Bernd Supthut (beide Unternehmensgruppe Glöckle).
Auf der ehemals größten bewohnten Altlast Bayerns, in Schonungen, wird ein neues Altenheim gebaut. Beim symbolischen Spatenstich (von links) Thea Kupfer (AWO Schonungen), Theo Kohmann (Altlast-Bürgerinitiative SuB), Bürgermeister Stefan Rottmann, Brigitte Holderbaum (Caritas-Sozialstation), Gerald Möhrlein (AWO Unterfranken), Heike Nebes (Caritas-Sozialstation), Carolin Glöckle und Bernd Supthut (beide Unternehmensgruppe Glöckle). Foto: Anand Anders

Für eine Gemeinde wie Schonungen ist es ein gewaltiges Projekt: Die Schweinfurter Unternehmensgruppe Glöckle baut auf der so genannten Sattlerwiese für 13,5 Millionen Euro ein Alten- und Pflegeheim. 85 Menschen sollen dort wohnen und ebenso viele arbeiten.

Symbolträchtiger Ort

Die Sattlerwiese ist ein symbolträchtiger Ort. Dort schlummerte vor Jahren ein giftiger Cocktailmix aus der Farbenproduktion vor über 100 Jahren, der aufwändig saniert worden ist. Deswegen setzt auch Bürgermeister Stefan Rottmann viel Hoffnung in das Projekt, wie er beim Spatenstich am Freitag sagte. Es gehe um die städtebauliche Entwicklung des gesamten Areals.

Dazu zählt er auch den Neubau auf dem Gelände der ehemaligen Wäscherei Richter, den ebenfalls Glöckle errichtet. Dort sollen sollen Menschen in zwölf barrierefreie Wohnungen einziehen können. Zudem sollen dort eine Tagespflegestation der AWO und der ambulante Pflegedienst der Caritas Platz finden.

„Neue Mitte“ für Schonungen

Wie Rottmann sagte, plane man auch Neubauten auf dem so genannten Dürr-Gelände in der Bachstraße, und auch die dortige Lebenshilfe möchte sich ausdehnen. Alles in allem für den Bürgermeister Beispiele, dass man – im Rückblick auf die jahrelange Belastung durch die Sattler-Altlast – „in der Katastrophe auch eine Chance“ sehen könne. Es entsteht Schonungens „Neue Mitte“. Deswegen bat er die Anwohner noch etwa zwei Jahre um Geduld, dass der Baulärm aus der Altlastsanierung nun durch Beeinträchtigungen aus den Hochbaustellen abgelöst werde.

Wohnen in Gruppen

Das Besondere an dem Altenheim erläuterte der Bezirksgeschäftsführer des Betreibers AWO, Martin Ulses, gegenüber dieser Redaktion. Die alten Menschen sollen in Wohngruppen mit 15 bis 17 Zimmern leben: „Die Menschen sollen zusammenkommen.“ Zentrum der Gruppe soll eine Wohnküche sein, wo man sich trifft, gemeinsam kocht (was aber auch das Personal übernehmen kann), sich unterhält oder auf dem Sofa ein Schläfchen hält. Die Bewohner sollen „größtmögliche Normalität“ erleben statt der bisher gewohnten Pflegeatmosphäre herkömmlicher Altenheime.

Die Geschäftsführerin des Bauherrn, Carolin Glöckle, sagte, dass man am Freitag nur einen kleinen Rahmen für den symbolischen Spatenstich ausgewählt haben. Richtig feiern wolle man beim Richtfest. Das dürfte in einigen Monaten sein. Als Fertigstellungstermin ist der August 2019 anvisiert.

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