Ballingshausen

Steht das Kriegerdenkmal der Dorfplatzerneuerung im Weg?

Ob das Kriegerdenkmal nach einer Dorfplatzneugestaltung seinen exponierte Standort behalten darf, werden weitere Diskussionen zeigen.
Ob das Kriegerdenkmal nach einer Dorfplatzneugestaltung seinen exponierte Standort behalten darf, werden weitere Diskussionen zeigen. Foto: ner

Die Ideen sprudelten reichlich, was man mit einem umgestalteten Dorfplatz in Ballingshausen anfangen könnte. Der Markt Stadtlaurigen hatte zu einer diesbezüglichen Bürgerversammlung eingeladen und Christiane Wichmann vom mit der Umgestaltung beauftragten Architekturbüro Perleth notierte eifrig die eingebrachten Vorschläge.

Joachim Perleth erläuterte zunächst den Ist-Zustand. Die Dorfmitte war schon vor einigen Jahren durch die Pflanzung eines Lindenbaumes mit umgebender Rundbank, sowie Pflaster aufgehübscht worden. Prägendes Element sei aber das Kriegerdenkmal mit Brunnen. Weil die beiden dahinter liegenden Häuser, ein ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen und die ehemalige Schule, verfallen sind und auch kein wirtschaftlich vertretbarer Weiterverwendungszweck erkannt werden konnte, sollen diese nun abgerissen werden. Der freie Platz soll für eine Aufweitung des Dorfplatzes genutzt und freie Sicht auf die Kirche geschaffen werden.

Barrierefreiheit wird sich nicht komplett umsetzen lassen

Grundsätzliche Idee sei es, das Kirchenumfeld mit dem Dorfplatz zu verbinden und so eine homogene Einheit zu schaffen, so Perleth. Die landschaftlich bedingte Hanglage setze jedoch Grenzen. Die mehrfach angesprochene Barrierefreiheit werde sich nicht uneingeschränkt verwirklichen lassen. Um auch nutzbare Flächen zu schaffen, werde man nicht ohne Stufen und Mauern auskommen.

Plane Flächen sind notwendig, um etwa eine offene Halle zu schaffen, die bei Feierlichkeiten als Verkaufsstand dienen könnte oder in der übrigen Zeit als Parkfläche. Auch für ein kleines Festzelt wäre eine ebene Fläche von Vorteil. Weil sich unter den abzureißenden Anwesen noch Kellergewölbe finden, blühten gar schon die Träume von einer "Ballingshäuser Kellernacht". Josef Dietz warnte aber vor allzu großen Feierplänen mitten im Ort, da immer auch die Nachbarn mitspielen müssen.

Wlan-Hotspot wird am Dorfplatz eingerichtet

Ob eine Begradigung der Ortsdurchfahrtsstraße sinnvoll sei, wird noch geprüft werden. Immerhin hat die Kurve am Dorfplatz auch eine entschleunigende Wirkung in diesem Tempo-30-Bereich. Mehr Platz für die Engstelle am Gehsteig fand hingegen ungeteilte Zustimmung. Wie in allen anderen Ortsteilen auch soll am neuen Dorfplatz ein Wlan-Hotspot eingerichtet werden. Kirchenpfleger Hermann Fleischmann wies auf ein "verbrieftes Recht" zur Unterstellmöglichkeit saisonbedingter Kirchengegenstände in den zum Abriss vorgesehenen gemeindeeigenen Liegenschaften hin. Dafür müssten ebenso neue Räumlichkeiten geschaffen werden, wie für Toilettenanlagen.

Die Frauen des Ortes kümmern sich immer um schönen Osterschmuck für den Brunnen und hätten diesen gerne hervor gehoben. Da dieser in seiner jetzigen Form quasi in Konkurrenz zum Kriegerdenkmal steht, wurde auch eine Verkleinerung bzw. sogar Versetzung des selben angesprochen. Joachim Perleth empfahl eine ausführliche Diskussion zu diesem sensiblen Thema, weil die Befindlichkeiten von Ort zu Ort verschieden sind. Grundsätzlich könnten sich einige Bürger auch ein Kriegerdenkmal zwischen Kirche und Friedhof bei der Grotte vorstellen. Ob der dort stehende Baum unbedingt erhalten werden muss, werden ebenfalls weitere Diskussionen zeigen.

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