GEROLZHOFEN

Stellgebühr für Wohnmobile fällt weg

(fi) Auf den Wohnmobilstellplätzen in der südlichen Vorstadt (ehemaliges Kleinhenz-Gelände) wird es künftig für die Nutzer keine Grundgebühren mehr geben. Das entschied der Stadtrat am Montag bei Gegenstimmen von Bürgermeisterin Irmgard Krammer und Hubert Zink (beide Freie Wähler).

Bisher war dort für Wohnmobilisten eine Gebühr von fünf Euro pro Nacht fällig, von denen drei auf einen Besuch des Geomaris oder des Stadtmuseums anzurechnen waren.

Die Gebühren für Strom- und Wasserverbrauch werden allerdings bleiben: ein Euro für eine Kilowattstunde Strom beziehungsweise für 70 Liter Trinkwasser.

Die Bürgermeisterin bezifferte die Einnahmen aus Grund-, Strom- und Wassergebühren im Jahr 2007 auf 2429 Euro, in 2008 bis Oktober auf 2206 Euro. Dem standen 2007 Ausgaben in Höhe von 837 und 2008 von 977 Euro gegenüber. Der Beitrag von fünf Euro sei als reine Schutzgebühr zu verstehen, sagte die Bürgermeisterin. Wenn der Stadtrat sie abschaffe, sehe sie die Gefahr, dass Wohnmobile dort ungenutzt abgestellt werden und den Platz verstellen.

Anders sieht das Eva Maria Ott (CSU): Der anfangs gebührenfreie Parkplatz war eine gute Werbung für die Stadt. Seitdem die Gebühr eingeführt wurde, sei die Belegung zurückgegangen. Horst Gandziarowski (SPD), selbst überzeugter Wohnmobilist, schlug einen „Spendenstein“ für freiwillige Gaben der Nutzer an, wie er es im Norden der Republik schon öfter gesehen habe.

Thorsten Wozniak (Die Jungen) berief sich auf eine Studie von 2004, nach der ein Wohnmobilist durchschnittlich gut 37 Euro am Tag am Standort lässt. „Wir sollten die Gebühr deshalb sein lassen.“

Der gleichen Meinung war Heinz Lorz (Republikaner): „Die Nutzer haben früher bei uns eingekauft und sind in die Lokale gegangen.“

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