SCHWEINFURT

Sterbende ambulant betreuen

Die Gründung einer Gemeinnützigen Hospiz- und Palliativversorgung hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstagnachmittag beschlossen.

Künftig werden das Leopoldina- und das St. Josef-Krankenhaus gemeinsam mit dem BRK-Kreisverband Bad Kissingen eine Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) betreiben und die Stadt Schweinfurt sowie die Landkreise Schweinfurt und Bad Kissingen betreuen.

„Den Betroffenen kann so wesentlich besser geholfen werden“, begrüßt die SPD-Landtagsabgeordnete Kathi Petersen (Schweinfurt) die Entscheidung. In diesem Bereich gebe es in der Region noch einiges zu tun.

Die Gesundheitspolitikerin sieht bayernweit erheblichen Nachholbedarf bei Plätzen in der Hospiz- und Palliativversorgung. Wie eine Anfrage von ihr an Gesundheitsministerin Huml ergeben hat, ist der Freistaat hier unterversorgt, heißt es in einer Pressemitteilung der Landtagsabgeordneten. Derzeit gibt es laut Ministerium pro 60 000 Einwohner im Freistaat nur einen einzigen Platz in einem stationären Hospiz. Nach fachlicher Expertise der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin wären dreimal so viele Betten nötig. Auch gebe es in Bayern zu wenig stationäre Hospize, was insbesondere für Patienten in ländlichen Regionen zu schwierigen Situationen führen könne.

Petersen warnt: „Bei der Hälfte aller Hospize und Palliativstationen existieren Listen mit einer Wartedauer von bis zu zehn Tagen. Das ist für so schwer erkrankte Menschen und ihre Angehörigen unzumutbar.“

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Schweinfurt
  • Hospize
  • Kathi Petersen
  • Stadt Schweinfurt
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!