Stolperstein-Projekt ist gescheitert

Der schwere Umgang mit der eigenen Geschichte zeigt sich beispielhaft in Schonungen. Gedenksteine mit den Namen der jüdischen Einwohner, die Opfer des Holocaust geworden sind, wird es in absehbarer Zeit nicht geben.
Familienfoto: Zilly (links) und Raphael Rosenberger (rechts), die Urgroßeltern von Sammy Golde und Holocaust-Opfer, mit ihren Kindern Siegmund und Käthe. Foto: Foto: Archiv Golde
Sammy Golde denkt jeden Tag an den Holocaust. Auch wenn er selbst die Zeit der Judenverfolgung nicht erlebt hat: Der Münchner Geschäftsmann ist ein Nachfahre von Raphael und Zilly Rosenberger, die in Schonungen gelebt haben und in Theresienstadt ermordet worden sind. Als Teil des millionenfachen Genozids, den Deutsche unter nationalsozialistischer Herrschaft in ganz Europa systematisch vollzogen haben. Golde sieht sich und seinen Werdegang stark beeinflusst vom Schicksal seiner Familie. Bis zum heutigen Tag. In Schonungen dagegen ist dies kein öffentliches Thema, und der Umgang damit zeigt, wie schwer wir ...
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