SCHWEINFURT

Stromfresser raus aus den Haushalten

Die beiden „Fälle“ sind die Klassiker. Die Mutter zweier Kinder ist alleinerziehend. Jeder Cent wird dreimal umgedreht. Ein Blitzeinschlag setzte mehrere Elektrogeräte außer Betrieb. Eine Hausratversicherung gab es nicht. Alleinerziehende Mutter eines Kindes ist auch die Frau, in deren Wohnung der Kühlschrank seinen Geist aufgab.

Aber auch die Notlage der fünfköpfigen Familie ist keine Seltenheit. Die Mutter hat keinen, der Vater endlich wieder einen Job. Die unaufschiebbare Zahnoperation eines der Kinder reißt aber ein zu großes Loch in die Haushaltskasse.

Die Rettung war in allen Fällen die Hilfsaktion von Diakonie und Schweinfurter Tagblatt. „Schweinfurt hilft Schweinfurt“ befreite mit Beträgen zwischen 200 und 300 Euro aus den Notlagen – durch den Kauf von neuen, energiearmen Elektrogeräten und die Zahlung der OP.

Auch "nur" rund 200 Euro helfen aus dem Gröbsten

Im Jahr 2015 hat die Stiftung 85 mal geholfen und damit deutlich mehr als im Vorjahr (66 Hilfen). Das freilich lag an der zur Verfügung stehenden Summe von 18 174 Euro. Im Jahr 2014 erlaubten Stiftungsvermögen und Spenden die Auszahlung von „nur“ 13 600 Euro. Auch der durchschnittliche Hilfe-Betrag wuchs auf 224 Euro.

Die Anträge stellten überwiegend die Sozialdienste von Diakonie, Caritas und katholische Frauen. Weitere Antragsteller waren gesetzliche Betreuer, die Tagesklinik für psychisch Kranke, pro Familie, das Haus Marienthal und Fachdienste.

Den Stromfressern wird der Kampf angesagt

Das berichtete der für die Verteilung der Gelder zuständige Uwe Kraus (Diakonie) bei der Jahresendversammlung von Stiftung und Kuratorium. So genannte Energie-Armutsanträge wegen nicht bezahlter Stromrechnungen gebe es kaum mehr.

Der Grund: Dank der anhaltend guten Spendenbereitschaft durch Aktionen, zu Jubiläen von Firmen und Bürgern und nicht zuletzt einer Erbschaft über 23 000 Euro wurde es möglich, dass das Projekt „FIT beim Energiesparen“ der Diakonie fortgesetzt werden kann.

Darüber erhalten seit 2012 einkommensschwache Haushalte eine Beratung, um Stromfresser loszuwerden.

Diese Energieberatung kooperiert auch mit den Stadtwerken und dem Job-Center, der die Energieberater gezielt in betroffene Familien schickt, um aus dem Teufelskreis – hohe Energiekosten durch oft veraltete Stromfresser – rauszukommen. In 60 Fällen pro Jahr ist das schon gelungen.

Bei anhaltender Spendenbereitschaft wird auch 2016 wieder möglichst oft geholfen

Der Plan für 2016 sieht eine Ausschüttung von 16 000 Euro vor. Sollte die Spendenlage das ermöglichen, ist wieder die Hilfe für 80 Notfälle denkbar. Konto Sparkasse Schweinfurt: BIC BYLADEM1KSW IBAN DE, 15 793 501 01 00000 32326.

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