WERNECK

SuedLink: Standortsuche für Konverterhalle

Obwohl in Sachen SuedLink, der geplanten Gleichstromtrasse von Norddeutschland nach Grafenrheinfeld, noch keine Entscheidungen gefallen sind, wird jetzt nach einem möglichen Standort für eine Konverterhalle gesucht.

Wie Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl den Gemeinderat in der jüngsten Sitzung informierte, hat Netzbetreiber Tennet im Rahmen des Bundesfachplanungsverfahrens die Firma Froelich & Sporbeck aus Potsdam mit einer „vertiefenden Datenrecherche“ für eine Standortsuche im Raum Grafenrheinfeld beauftragt.

Untersucht werde der gesamte Zehn-Kilometer-Radius um den Netzverknüpfungspunkt Kernkraftwerk Grafenrheinfeld.

Per Email habe die Firma die Gemeinde Werneck aufgefordert, mitzuteilen, welche Flächen im Bereich des Marktes als ungeeignet für einen möglichen Konverterstandort angesehen werden, so Baumgartl. Dazu seien in einer Karte bereits potenzielle Standortbereiche dargestellt, von denen eine Vielzahl im Bereich des Marktes Werneck liegen. Welche Flächen als ungeeignet ausscheiden, müsse von der Gemeinde mit fachlichen Gründen belegt werden.

Solche Gründe könnten Flächennutzungs- und Bebauungsplanfestsetzungen, Gewerbegebiete, Biogas-, Photovoltaik- und Windkraftanlagen, Aussiedlerhöfe und Biotope für Tiere oder Fauna sein, sagte Baumgartl. Benötigen würde die Konverterhalle eine Fläche von 230 auf 300 Metern, was fast sieben Hektar entspricht.

Seitens der Verwaltung werden die potenziellen Standorte im Markt Werneck jetzt genau überprüft und eine Stellungnahme verfasst, sagte Baumgartl. Neben fachlichen Ablehnungsgründen sollte diese auch auf die bereits bestehende Vorbelastung hinweisen. Man werde deutlich machen, dass ein Konverterstandort im Bereich des Marktes Werneck aufgrund bestehender Strom-Fernleitungen, drei Autobahnen und Windkraftanlagen abgelehnt werde.

Gefordert wird für weitergehende Planungen zur SuedLink-Trasse und einer Konverteranlage, dass zunächst die Notwendigkeit der Stromtrasse nach Grafenrheinfeld geprüft und festgestellt wird.

Als sehr kurzfristig bemängelten die Räte die Abgabefrist für die gemeindliche Stellungnahme. Diese muss bis 10. Juli bei Netzbetreiber Tennet vorliegen.

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