Niederwerrn

Thomas Wohlfahrt (SPD): Energiewende im Fokus

Niederwerrns zweiter Bürgermeister Thomas Wohlfahrt (SPD) will erster Bürgermeister werden. Foto: Uwe Eichler

Als Thomas Wohlfahrt 2014 zur Bürgermeisterwahl angetreten ist, hat er die Bürger dazu eingeladen, sie mit seinem Elektro-Renault zum Wahllokal zu fahren. Es war die Zeit, als "grüne Themen" vielen zwar als sympathisch galten, aber noch nicht unbedingt im politischen Mainstream angekommen waren. Damals landete der Oberwerrner auf dem dritten Platz, unter vier Bewerbern.

Nun will Thomas Wohfahrt erneut antreten, bei den Kommunalwahlen 2020, gegen Amtsinhaberin Bettina Bärmann. Beim SPD-Sommerfest im Wernpark teilte der zweite Bürgermeister mit, dass er von den beiden Ortsvereinen einhellig als Bürgermeisterkandidat vorgeschlagen worden sei. Für den Kreistag wird das Mitglied ebenfalls wieder kandidieren. Im Herbst soll die Nominierung erfolgen. Gleichzeitig soll eine verjüngte Liste mit  Gemeinderats-Kandidaten verabschiedet werden: "Gehandelt" wird auch der Name von Marc Leistner, der die Jusos im Kreisverband vertritt.

Ein fairer Stil gegenüber der Freien Wählerin Bärmann ist Herausforderer Wohlfahrt wichtig, der auf "Anschießen" verzichten will: "Als Vize habe ich es für meine Aufgabe gehalten, ihr den Rücken freizuhalten." Als erster Bürgermeister könne er aber schneller reagieren, die Gemeinde weiter voranbringen.

Der Klimaschutz steht für Wohlfahrt weiterhin im Fokus. Gemäß dem Leitbild der Gemeinde soll die Energieversorgung bis 2030 komplett auf erneuerbare Energien umgestellt werden: "Dafür muss noch einiges getan werden." Es brauche innovative Konzepte wie Elektro-Carsharing, eine Zusammenarbeit mit der Energiegenossenschaft Oberes Werntal oder Photovoltaikanlagen, die bei Neubauten gleich mit aufs Dach geplant werden müssten.

Der aus Kronungen stammende Familienvater, Jahrgang 1961, lebt in Oberwerrn, wo er zur Schule gegangen ist. Als landwirtschaftlicher Betriebshelfer arbeitet er für die SVLFG in Würzburg, also für die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. Über das Thema Pflanzenöl-Motoren ist er zum Öko-Auto gekommen. Mittlerweile steckt er den Überschuss seiner Photovoltaik-Anlage ins Elektromobil, einem von dreien in der Familie. Bis nach Hamburg oder München oder in die 1000 Kilometer entfernte normannische Partnerkommune Ifs ist der Gemeinderat bereits "elektrisch" gefahren. Die Freundschaftspflege mit Frankreich ist ihm eine Herzenssache, als Gewähr für den Frieden in Europa.  

Mehr Kapazitäten bei den Kindergärten und Investitionen in die Schule, weitere Tagespflegeplätze für Senioren und die ärztliche Versorgung, die Umsetzung von Barrierefreiheit, ein Bürgerraum und ein Museum in der Neuen Niederwerrner Mitte sind weitere Anliegen, ebenso die Einkaufsmöglichkeiten bei regionalen Direktvermarktern. Auch insektenfreundliche Blumenbeete stehen auf dem Programm. Der Gewerbepark in den Conn Barracks sei eine Chance für Niederwerrns wirtschaftliche Entwicklung und für Arbeitsplätze, so Thomas Wohlfahrt: Er müsse jetzt zusammen mit Stadt, Landkreis und Geldersheim entwickelt werden.

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