Niederwerrn

Thomas Wohlfahrt will Energie in den Wahlkampf bringen

SPD-Kandidat im Zeichen der Wicke: Thomas Wohlfahrt warb vor der Nominierung mit Ölfrucht-Saaten für seine Energie- und Umweltpolitik. Foto: Uwe Eichler

Thomas Wohlfahrt hat seine Bewerbung "festgetackert": Vor der offiziellen Nominierung im Pfarrheim St.Bruno verteilte der SPD-Bürgermeisterkandidat ökologische Saatgutmischungen als Geschenk - und Bürotacker, um die Tütchen zu verschließen: bis zur Zeit der Aussaat im Frühjahr.

Bei der Aufstellungsversammlung warb der Oberwerrner mit Getreide, Raps, Sonnenblumen, Leindotter, Erbsen, Luzernen, Phacelia, Mohn und Wicke um Stimmen: Ersteinmal um die Stimmen von 13 Genossen aus Nieder- und Oberwerrn. Der Zweite Bürgermeister will dafür sensibilisieren, dass die "grüne Lunge der Welt", der brasilianische Regenwald, auch wegen dem Sojaanbau für die Tierhaltung hierzulande brennt, trotz Alternativen. Der ehemalige Betreuer der Milchviehwirtschaft im Kloster Münsterschwarzach ist schon vor vielen Jahren, über ein pflanzenölbetriebenes Auto, zum Thema Ökologie und Nachhaltigkeit gekommen. Die Wicke ist dem Mitarbeiter der landwirtschaftlichen Sozialversicherung SVLFG ein besonderes Anliegen: "Ein Bodenverbesserer, der alles zusammenhält", sagte der gelernte landwirtschaftliche Betriebshelfer, "so sehe ich auch meine Aufgabe als Bürgermeister." Am Ende wurde er einstimmig gewählt.

Dem Grünen-Ortsverband eine Kooperation angeboten

Versammlungsleiter Wolf-Dietrich Lang erinnerte daran, dass Wohlfahrt bei der letzten Wahl der Bürgermeister-Kandidat mit den meisten Stimmen als Gemeinderat war und bot dem neuen Grünen-Ortsverband eine Kooperation an: "Wir würden uns freuen, wenn unser Thomas Unterstützung bekommen würde". Jochen Kraft, Kreistagskandidat aus Obbach, ruft den Slogan von 2014 in Erinnerung: "Wohlfahrt für alle!" "Ich habe mit meiner Fraktion Energie in der Gemeinde zum Thema gemacht", sagte Thomas Wohlfahrt.

Bis 2030 soll Niederwerrn energieautark werden, gemäß Leitbild. Man brauche zwei bis vier (Bürger-)Windräder und zehn bis dreißig Hektar Photovoltaik, dazu Energie-Management und gemeinsame Speichertechnik. Der Bewerber schlägt ein Versuchsprojekt "Agro-Photovoltaik" vor: Äcker unter Solaranlagen, die bewirtschaftet und in heißen Sommern beschattet werden, mit etwas Ertragseinbußen in Normaljahren. In Zusammenarbeit mit den Kirchen soll Niederwerrn Fair-Trade-Gemeinde werden. Genossenschafts-Wohnungen sollen jungen Familien den Erwerb von Wohnraum erleichtern.

Army-Brunnen gegen Wasserknappheit

Der Gewerbepark Conn-Barracks soll lokale Arbeitsplätze schaffen – und gut per Rad erreichbar sein. Einer der stillgelegten Brunnen der Army könnte dort, in Gemeindebesitz, drohender Wasserknappheit entgegenwirken. Wohlfahrt forderte, sich Gedanken über die Zukunft des Kreisbauhofs zu machen, über Hochwasserschutz hinaus. Die Pflege der Freundschaft mit Ifs und die Entwicklung der jeweiligen Ortsmitte in Nieder- und Oberwerrn sind weitere Anliegen des Kreisrats und Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins.

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