Region Gerolzhofen

Tief "Axel" bringt Sturzfluten

In der Ortsmitte von Michelau stand am Dienstagnachmittag wieder das Wasser. Es lief dann allerdings recht zügig ab, so dass die Anwohner mit Unterstützung des Gemeindebauhofs mit den Reinigungsarbeiten beginnen konnten. Foto: Robert Neubig

Die Wetterlage am vergangenen Montag und Dienstag glich dem Szenario von 2016, als es ebenfalls nach starken Regenfällen starke Überschwemmungen gegeben hatte: Ein aus Richtung Osten wegen der schwachen Höhenströmung nur sehr langsam vorüberziehendes Gewittertief brachte aus feuchtwarmer Luft Unmengen an Regen mit sich. Die gemessenen Regenmengen unterschieden sich allerdings teils erheblich, je nachdem, wo sich gerade eine besonders schwere Regenwolke ausregnete. 

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Hochwasser

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Wasser in der Ortsmitte

In der Ortsmitte von Michelau im Kreuzungsbereich stand am Dienstagnachmittag wieder das Wasser. Zwischen 15 und 16 Uhr sei das Wasser gekommen, berichten Michelauer Bürger. Die braune Flut erreichte glücklicherweise aber nicht die Höhe wie im Jahr 2016 und lief auch recht zügig wieder ab, so dass die Anwohner mit Unterstützung des Gemeindebauhofs gleich mit den Reinigungsarbeiten beginnen konnten. Diesmal sei die größte Wassermenge über den Bach vom Gemeindeteil Sudrach her aus südlicher Richtung gekommen und habe für die Überschwemmung gesorgt, erzählen Anwohner. Nördlich des Dorfs war der "Aubach", der aus Richtung Prüßberg kommt, zwar randvoll, blieb aber - anders als im Jahr 2016 - zumeist in seinem Bett und ergoss sich diesmal nicht ins Dorf.

In Dingolshausen flutete der Volkachbach einige Gartengrundstücke. Foto: Klaus Vogt

In Dingolshausen überflutete der Volkachbach unterhalb des Bastelbergs einige Gartengrundstücke und die Zufahrtsstraße zum Sportgelände. Größere Wassereinbrüche in Wohn- oder Nebengebäude gab es nicht. Sandsäcke lagen für den Fall der Fälle aber schon bereit.  

 

Die Integrierte Rettungsleitstelle Schweinfurt alarmiert am Dienstag auch die Feuerwehren von Grettstadt, Mönchstockheim, Breitbach und Schönaich. Hier standen ebenfalls kleinere Aufräum- und Reinigungsarbeiten nach Überschwemmungen auf dem Arbeitszettel.

Schrebergärten unter Wasser

Rund um Gerolzhofen sorgte das Gewittertief "Axel" an beiden Tagen "nur" für gut 45 Liter Regen auf dem Quadratmeter. Größere Überflutungen gab es nicht. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs sperrten am Dienstagnachmittag die Fußwege entlang des Volkachbachs zwischen Geomaris und dem Hartplatz, als der Bach zusehends sein Bett verließ. Die Schrebergärten östlich der Schnellstraßenbrücke und der Kartbahn wurden teils überflutet. Erdbeeren- und Salatpflanzen standen im Wasser. 

Der Regenmesser ist voll: In der Gerolzhöfer Altstadt fielen am Montag und Dienstag beachtliche Regenmengen. Foto: Klaus Vogt

Am Mittwochvormittag wurde die Gerolzhöfer Wehr um 8.42 Uhr zu einem Mehrfamilienhaus in der Straße "Am Kappelberg" in Gerolzhofen gerufen. Der Keller des Hauses stand rund 15 Zentimeter unter Wasser. Die Bewohner hatten das Wasser, das vermutlich bereits am Dienstag die Kellerräume geflutet hatte, erst am Mittwochmorgen bemerkt. Da aus dem Kanal immer wieder Wasser in den Kellerraum nachdrückte, zog sich der Einsatz der Feuerwehr über eineinhalb Stunden hin. 

 

Sturzfluten ergossen sich am Mittwochnachmittag über das Gemeindegebiet von Rauhenebrach. Auch Straßen wurden überschwemmt. Foto: Feuerwehr Untersteinbach

Einsätze im Steigerwald

Am Dienstag zwischen 16 Uhr und 21 Uhr mussten im Steigerwald unter anderem auch die Feuerwehren aus Untersteinbach, Geusfeld und Wustviel ausrücken. Zunächst sollte in Geusfeld ein Anwesen mit Sandsäcken gegen Wasserfluten gesichert werden. Danach galt es, die Fahrbahn zu reinigen. Auf Bitten der Polizei musste dann die Staatsstraße bei Geusfeld abgesichert werden, weil dort wegen eines übergelaufenen Weihers die Straße teilweise unpassierbar war.
In Wustviel gingen ebenfalls heftige Regenfälle nieder. Die Feuerwehren versuchten mit Sandsäcken die schlimmsten Schäden abzuwenden. Auch in Untersteinbach musste ein landwirtschaftliches Anwesen mit Sandsäcken abgesichert werden.

Nach einer Meldung aus dem Landratsamt Bamberg wurde auch das Gemeindegebiet von Ebrach schwer getroffen. Die B 22 wurde an mehreren Stellen überflutet. In Mitleidenschaft gezogen wurden neben örtlichen Betrieben auch das Freibad und ein Fischweiher.

Im Steigerwald standen mehrere landwirtschaftliche Betriebe unter Wasser. Foto: Feuerwehr Untersteinbach

 

 

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