Gerolzhofen

Über 60 Urnenplätze unter Bäumen

Der neue erweiterte Bereich für Baumbestattungen im Gerolzhöfer Gottesacker ist fast fertiggestellt
Die Arbeiten gehen dem Ende entgegen: Michael Finster (links) und André Ditterich aus der Stadtgärtnerei verlegen derzeit den Rollrasen im neuen Bereich für Baumbestattungen im Gerolzhöfer Friedhof. Foto: Klaus Vogt

Der neue Bereich für die Baumbestattungen im östlichen Teil des städtischen Friedhofs nimmt Gestalt an. Am Dienstag haben Stadtgärtner André Ditterich und sein Team den Rollrasen verlegt, nachdem die  Tiefbauarbeiten für die neuen Weg-Fundamente abgeschlossen und die acht neuen Bäume bereits gesetzt worden waren.

Wie berichtet, nimmt die Nachfrage nach Urnen-Baumbestattungen auch im Gerolzhöfer Friedhof stetig zu. Die Urnenplätze unter den Bäumen an der Kaplan-Jäger-Straße sind bald komplett belegt - und dies in einem so kurzen Zeitraum, wie es die Verantwortlichen nicht für möglich gehalten hatten. Aus diesem Grunde entschied die Stadt, den schon bestehenden, allerdings noch sehr jungen Friedwaldbereich am östlichen Rand des Gottesackers deutlich zu vergrößern.

Vor Beginn der Tiefbauarbeiten waren einige einzelne Gräber, die separat auf der Fläche ohne Anschluss an die anderen Erdgräber lagen, mit dem Einverständnis der Hinterbliebenen umgebettet worden. Dann mussten die tiefen Betonfundamente, die als Grabumrandung dienen und auf denen später einmal die schweren Grabsteine stehen sollten, mit dem Bagger herausgebrochen werden. Auch die schmalen Pflasterreihen als Trennlinie zwischen den einzelnen Parzellen wurden mit schwerem Gerät herausgerissen.

Geschwungene Wege

Landschaftsgärtner Michael Finster aus der Stadtgärtnerei entwarf den neuen Bereich, der durch geschwungene, mit Pflastersteinen eingerahmte und barrierefreie Wege gekennzeichnet ist. Auch die bisherige kleine Treppe hinauf zur bestehenden Baumwiese wurde beseitigt und durch eine sanfte Rampe ersetzt. Auf der neu angelegten Fläche wurden, ehe jetzt der saftig-grüne Rollrasen verlegt wurde, acht Bäume gesetzt, unter denen später fast überall jeweils acht Urnen beigesetzt werden können. Nur im Bereich an der Hecke zum Parkplatz hin passen etwas weniger Urnen unter die Bäume, so dass sich die Zahl der neuen Urnenplätze auf 61 statt 64 summiert. 

Michael Finster hat optisch attraktive Baumarten ausgewählt, wie zum Beispiel Spitzahorn, Magnolien, Säulen-Hainbuche, Eisenholzbaum, Tulpenbaum und einen Gemeinen Judasbaum. Alle Bäume sind gut angegangen und treiben schon kräftig aus. Was jetzt noch fehlt, sind zwei Sitzbänke. Sie sollen in den kommenden Tagen aufgestellt werden.

Für Muslime

Ebenfalls gärtnerisch vorbereitet wurde in den vergangenen Tagen auch der Bereich des Friedhofs, in dem Verstorbene muslimischen Glaubens ihre letzte Ruhe finden können. Bis jetzt hat es allerdings noch keine derartige Bestattung gegeben. Dafür wurde eine Fläche unterhalb des Sternenkinder-Platzes eingeebnet und mit Rollrasen ausgelegt. Im kommenden Frühjahr soll dieser spezielle Bereich noch mit neu gepflanzten Hecken umrandet werden. 

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