RAUHENEBRACH

Unser Steigerwald: Ausweisung war nicht rechtmäßig

In seiner Rechtsauffassung bestätigt sieht sich der Verein „Unser Steigerwald“ durch das Urteil des Bundes-Verwaltungsgerichts zur Aufhebung des Schutzgebietes „Hohe Buchene Wald“. Die Vorstandschaft des Vereins traf sich zur letzten Sitzung des Jahres in Geusfeld.

„Es war von vorneherein klar, dass diese Ausweisung durch das Landratsamt unrechtmäßig war – eine klare Kompetenzüberschreitung des damaligen Landrats Denzler“, erklärte der zweite Vorsitzende Oskar Ebert. „Denzler hat das so genannte Schutzgebiet im Übrigen ohne Kreistagsbeschluss im Alleingang ausgewiesen. Als von Seiten des Vereins Unser Steigerwald die Rechtswidrigkeit angesprochen wurde, mussten wir uns von einem Anwalt des Steigerwaldvereins als Halunken bezeichnen lassen“, erklärte er.

Der erste Vorsitzende Gerhard Eck erklärte, dass schon im Vorfeld der Ausweisung die Regierung von Oberfranken den Landrat darauf hingewiesen hatte, dass er hier nicht zuständig sei.

Das Gericht habe natürlich bezogen auf die rechtlichen Formalien diesen Beschluss gefasst, gleichzeitig aber auch festgestellt, dass der „Hohe Buchene Wald“ kein herausstechend hochwertiger Wald ist, der besonderen Schutzstatus verdient hätte, sondern „ein Wald, wie wir ihn an vielen Orten in Bayern haben, weil hier in Bayern eine nachhaltige Forstwirtschaft betrieben wird“, so Beisitzer Dr. Andreas Knorr. Im Übrigen hätten die Richter des Bayrischen Verwaltungsgerichtes klar festgestellt, dass sich dieser Waldbereich in keiner Weise von den Waldabteilungen der angrenzenden Wälder unterscheidet.

Es sei insofern nicht zutreffend, dass der BN jetzt vor einem „Formfehler“ spricht.

Der Verein will sich weiterhin um die Entwicklung der Region kümmern und das Trittsteinkonzept des Forstbetriebs Ebrach unterstützen. In einem dicht besiedelten Raum, in dem für ein Großschutzgebiet gar nicht die nötigen Flächen vorhanden sind, wie im Steigerwald, sei das Trittsteinkonzept die ideale Kombination von Waldbewirtschaftung, Arten- und Naturschutz, so Dr. Knorr als Waldfachmann.

Im Ausblick auf das kommende Jahr legte der Verein die Jahreshauptversammlung auf den 6. April fest. Dann kann der Verein sein zehnjähriges Bestehen begehen.

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