OBERSCHWARZACH

Untersuchung und Vorplanung für 73 000 Euro

Während des Informationsabends des „Förderverein Schloss Oberschwarzach“ sprachen mehrere Funktionäre des Fördervereins über zurückliegende Aktionen. Karl Helmich von der Kirchenstiftung Oberschwarzach, der Eigentümerin des Schlosses, gab Auskunft über die Kosten der Untersuchung und Vorplanung. Es folgte eine Diskussion über den Vortrag des Architekten (siehe Artikel oben) sowie über die Nutzung von Schlossscheune und Innenhof. Anschließend besichtigten die Gäste Schlosskeller, -scheune und -garten.

Willi Groha aus dem Vorstandsteam begrüßte die Gäste, darunter Pfarrer Stefan Mai, Bürgermeister Josef Radler und Architekt Böswald-von Brunn. Des Weiteren berichtete Groha über eine Aktion des Fördervereins Mitte Juni. Dabei habe eine Gruppe von über zehn Helfern im Hauptkeller des Schlosses vorhandene Lattenzäune, die als Abtrennungen für die vormaligen Mieter dienten, entfernt. Das Holz sei von Pilzen befallen gewesen. Die etwa sieben Fuhren Holz wurden mehreren Johannisfeuern bereitgestellt.

Kassenprüferin Gabriele Müller gab bekannt, dass der Förderverein zu diesem Zeitpunkt genau 100 Mitglieder zähle. Diese setzen sich aus 20 Einzelmitgliedern, 37 Ehepaaren, drei juristischen Personen, zwei Firmen und einem Verein zusammen.

Dietmar Herold vom Vorstandsteam zeigte auf der Leinwand dem Publikum verschiedene historische Bilder vom Schloss via Beamer. Ebenso startete er einen Aufruf, dem Förderverein solche historischen Bilder mit Schlossmotiv zukommen zu lassen. Diese würden digitalisiert und anschließend zurückgegeben.

Kirchenpfleger Helmich ging auf die Kosten für die Voruntersuchung und Vorplanung ein. Insgesamt würden sich diese auf 73 000 Euro summieren. Davon kämen 55 000 Euro von der Diözese. Der Bezirk habe eine Zusage von 5000 Euro gemacht. 5000 Euro steuere die Pfarrei bei. 8000 Euro seien beim Amt für Denkmalpflege beantragt, wobei hier noch keine Zusage vorliege.

Für das erste und zweite Obergeschoss gebe es Mietinteressenten, so Helmich. Mit der Versicherung verhandle man immer noch wegen des massiven Wasserschadens vom Juli 2010, der Teile des Schlosses renovierungsbedürftig machte. Am Herzen liege ihm das Schloss. Was mit dem Umfeld passiere, befinde sich noch in weiter Ferne.

Es folgte die Diskussion. Ein Besucher fragte, ob man einen Aufzug vorgesehen habe. Böswald-von Brunn verneinte dies und meinte, dass man damit viel an Bausubstanz zerstören würde. Da das Schloss nicht 1614 erbaut wurde, interessierte sich ein Gast für das tatsächliche Entstehungsdatum. Der Architekt schlug vor, dass man hierfür in Archiven suche.

Mehrere Gäste fragten, inwiefern Mietwohnungen die Möglichkeit einer öffentlichen Nutzung versperren würden. Beispielsweise könnten sich Mieter durch gelegentliche kommunale Feste im Innenhof gestört fühlen. Laut Böswald-von Brunn sei dies eine Sache des Vertragskonstrukts beim Mietvertrag.

Eine Besucherin sagte, sie finde die Bauphasenpläne gut. Sie plädiere dafür, dass man auch Bauphasenpläne für die Scheune und die Umgebung erstelle. Pfarrer Mai gab zu bedenken, dass man jetzt noch keine Pläne hierfür machen könne. Man müsse erst abwarten, inwiefern sich die Versicherung beteilige. Böswald-von Brunn sagte, dass erst die Höhe der Renovierungskosten in Erfahrung zu bringen sei. Die Kosten für ein Gesamtkonzept für die Nebengebäude lägen unverbindlich in der Größenordnung zwischen 40 000 und 50 000 Euro.

Groha sagte, dass er es wichtig finde, sich zusammenzusetzen, um über ein Gesamtkonzept zu sprechen. Eventuell könne man einen runden Tisch mit der Gemeinde oder mit Vereinen in die Wege leiten.

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