EUERBACH

Urnenwiesengräber als neue Bestattungsform

Veränderungen in der Bestattungskultur und den Bestattungsmöglichkeiten erfordern auch eine Änderung der Friedhofs- und Bestattungsordnung der Gemeinde. Darüber beriet der Gemeinderat in seiner Sitzung, wobei vor allem die neuen Urnenwiesengräber im Mittelpunkt standen.

Auf diesen Begriff, vorgeschlagen von Verwaltungsleiter Klaus Wolf, einigten sich die Gemeinderäte bei ihrer Beratung über die neue Satzung. Eine Urnenwiese wird es in Euerbach hinter der Aussegnungshalle geben, gedacht für anonyme Bestattungen sowie für Urnengräber, auf denen eine kleine, im Boden eingelassene Steinplatte den Namen des Verstorbenen zeigt. Im Bereich der Bäume soll eine Baumbestattung möglich werden, wobei die Namen der Toten auf einer gemeinsamen Tafel festgehalten werden. Die Rasenpflege werde die Gemeinde übernehmen, so der Vorschlag.

Auch im neuen Bereich des Obbacher Friedhofs soll es solche Möglichkeiten künftig geben, erläuterte Bürgermeister Arthur Arnold. Für Sömmersdorf sind aus Platzgründen eine Urnenmauer oder Urnenstelen möglich. Die Urnenwiesengräber sollen verrottbare Gefäße enthalten.

Mit dem Gesundheitsamt abklären muss Verwaltungsleiter Wolf eigenen Angaben zufolge noch die Ruhefrist sowie die Möglichkeit, bei einem Wiesengrab auch übereinander Bestattungen zu erlauben. Damit könnten Lebenspartner in einer Grabstelle ihre letzte Ruhe finden. Andernfalls müsse man über verschiedene Breiten der Wiesengräber nachdenken. Bei anonymen Bestattungen sollen Angehörige nicht anwesend sein, „sonst sind sie ja nicht anonym“, sagte Wolf zur Erläuterung. Im Bereich der anonymen Gräber solle auch der Reihe nach bestattet werden, jeweils eine Urne pro Grab. Dabei könne auf Angehörigen-Wünsche, etwa die Reservierung eines danebenliegenden Platzes, keine Rücksicht genommen werden.

Das Holzkreuz in diesem Bereich sei marode, mahnte Gemeinderätin Simone Seufert an. Es werde überprüft und möglicherweise ein anderer Standort gesucht, so der Verwaltungsleiter. Er werde die Satzung in ihrem Wortlaut entsprechend vorbereiten und dem Gemeinderat erneut zur Beschlussfassung vorlegen.

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