Gerolzhofen

VR-Bank Gerolzhofen blickt auf 2018 zurück

Das Bild zeigt von links nach rechts: Horst Herbert, Helmut Herbert, Hubert Zinkl, Alfred Henke, Herbert Stumpf, Otmar Hugo, Klaus Henneberger Eduard Weippert, Alfred Meißner, Wilhelm Klemenz, Walter Kram, Georg Wagner, Johann Menth und Peter Herbig. Foto: VR-Bank

Bei der Vertreterversammlung der VR-Bank Gerolzhofen im Pfarrer Hersam-Haus wurde auf das vergangene Geschäftsjahr zurückgeblickt. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Vor dem Rückblick trat Gastreferent Bernd Waldeck als "Finanz-Comedian" auf. In seinem Vortrag stellte Waldeck, der Betriebswirtschaft und Schauspiel studiert hat, fest, beim Zaubern und in der Betriebswirtschaft gelten die gleichen Regeln: "Du kannst nur etwas aus dem Ärmel herausziehen, wenn du vorher auch etwas hinein gesteckt hast."

Direktor Klaus Henneberger berichtete über aktuelle Themen sowie über das Geschäftsjahr 2018, in dem sich die Bank positiv weiterentwickelt habe. Die einzige selbständig Bank in Gerolzhofen konnte das betreute Kundenvolumen um 6,7 Prozent oder 50 Millionen Euro auf 820 Millionen Euro steigern. "Dies zeigt, dass uns die Mitglieder und Kunden vertrauen", erläuterte Klaus Henneberger.

Dividende von vier Prozent

Die Einlagen der Kunden sind um 1,4 Prozent auf 260 Millionen Euro gestiegen. Die Kredite an Kunden wuchsen um 36 Millionen Euro oder 14,1 Prozent auf 293 Millionen Euro. Die Risikolage im Kreditgeschäft ist weiterhin erfreulich. Das Betriebsergebnis war aufgrund der gewollten "Null-Zins-Politik" der EZB, rückläufig und beträgt 1,04 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme. Damit liegt die Bank weiterhin über dem Landesdurchschnitt, so die Mitteilung.

Die Substanz der Genossenschaft ist überdurchschnittlich gut und konnte durch die Zuführung des Ergebnisses noch einmal deutlich gestärkt werden. Das erwirtschaftete, versteuerte Eigenkapital liegt bei rund zehn Prozent der Bilanzsumme. Das Verhältnis von Rücklagen zu Geschäftsanteilen ist günstig. Auch in diesem Jahr ist es wieder möglich, eine Dividende von vier Prozent an die rund 6000 Mitglieder auszuschütten.

Die erweiterte "Online Filiale" wird mit mehr als 1700 Zugriffen am Tag sehr gut angenommen. Damit einher geht ein Rückgang der Kundenfrequenz am Schalter. Die Erreichbarkeit am Telefon wurde ausgebaut, die Berater stehen von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 20 Uhr zur Verfügung.

Oberstes Ziel: Erhalt der Bank

Eine weitere Herausforderung bringt die anhaltende Niedrigzinsphase mit sich. Im Jahr 2019 wird diese Entwicklung der Bank mehr als 500 000 Euro Zinseinnahmen kosten. Diese Situation wird dazu führen, dass sich der Bankenmarkt in der Zukunft stark verändern wird. Viele heute selbständige Institute werden verschwinden. Die VR-Bank Gerolzhofen hat als oberstes Ziel den Erhalt der Bank im Auge.

Für soziale und gemeinnützige Projekte wurden im vergangenen Jahr etwa 37 000 Euro gespendet. Das Vermögen der im Jahr 2014 gegründeten Stiftung wurde um 200 000 Euro auf eine Million Euro aufgestockt. Die Erträge werden an gemeinnützige Institutionen im Geschäftsgebiet ausgeschüttet.

Direktor Henneberger bedankte sich bei den 118 Vertretern, bei allen Mitgliedern und Kunden, bei den Mitgliedern des Aufsichtsrates sowie bei den 60 Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr. Nach den Bestimmungen der Satzung schieden turnusgemäß Christiane Kühl und Hubert Zink aus dem sechsköpfigen Aufsichtsrat aus. Beide wurden einstimmig wiedergewählt. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzender Peter Herbig ehrte anschließend Genossenschaftsmitglieder für ihre 50-jährige Mitgliedschaft in der Bank mit einer Urkunde und einem Präsent. 

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