Niederwerrn

"Verbandsarbeit" mit Mullbinde und Pflaster

Aua! Diese Verbände sind zum Glück nur eine Übung, im Rettungswagen von BRK-Ausbilderin Petra Leiber. Foto: Uwe Eichler

Niemand ist davor gefeit, von einem Moment zum nächsten mit Unfällen und medizinischen Notfällen konfrontiert zu werden, auch als Kind nicht. Der achtjährige Jaro muss in Niederwerrn dringend einen Notruf absetzen: die Oma ist im Keller gestürzt und braucht schnell Hilfe. Also wird die "112" angerufen und die Rettungsleitstelle informiert: Was genau ist passiert, wem und vor allem wo? Zum Glück ist es nur eine Übung, auf dem Schulpausenhof. Am fiktiven anderen Ende der Leitung sitzt Petra Leiber vom Ausbildungsteam des Bayerischen Roten Kreuzes im Kreisverband Schweinfurt. "112 geht in der Türkei wie am Gardasee", berichtet die erfahrene Sanitäterin. Die Notrufnummer gilt europaweit und in vielen benachbarten Ländern – in der Urlaubszeit weiß man ja nie.

Immerhin 23 Kinder lassen sich beim Ferienspaß zum "Juniorhelfer" ausbilden. Mit Defibrillator und Trage wird natürlich noch nicht hantiert. Aber die Grundschulkinder lernen, mit Schreckmomenten umzugehen und kleinere Verletzungen auch mal selbst zu versorgen. Im Zweifelsfall hilft es schon, sich zu trauen, und den nächsten Erwachsenen auf eine Notlage hinzuweisen. "Einen Verbandskasten gibt es in jedem Auto", sagt Petra Leiber, die sich mit dem Kollegen Jürgen Dietz auf Talentsuche begibt, in einem sehr sozialen, aber nicht immer einfachen Job: "Da drüben habe ich drei Krankenschwestern, der Rest geht in den Rettungsdienst ?!"

Zu besichtigen gibt es die Ausrüstung eines Rettungswagens oder den Inhalt einer Sanitätertasche. Dann wird die BRK-Verbandsarbeit geübt, mit Mullbinde und Pflaster. Außerdem soll der Sinn für Gefahren- und Unfallvermeidung geweckt werden, angefangen beim Schutzhelm auf dem Fahrrad oder dem Anschnallen im Auto. Zwischendurch geht es im Regen ins Gemeindezentrum, zur Gitarrenrunde. Mit dabei sind die Niederwerrner Ferienspaß-Betreuerinnen Andrea Fuchs und Yonca Oksaroglu. Am Ende erhalten die Jungen und Mädchen ihre verdienten Juniorhelferurkunden. Ansonsten sind auch Erwachsene beim BRK eingeladen, ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen und zu erweitern, etwa beim Reanimationskurs "Herzensretter".

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