Schraudenbach

Verkehrsthemen dominieren die Bürgerversammlung

Gelegenheit zu sagen, wo der Schuh drückt, hatten die Schraudenbacher bei der in diesem Jahr einzigen Bürgerversammlung in der Marktgemeinde.

Die letzte Bürgerversammlung in dem aktuell 731 Einwohner zählenden Ortsteil lag sieben Jahre zurück.

Nach dem ausführlichen Rechenschaftsbericht von Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl hielt sich der Bürgerdialog im gut besuchten Sportheimsaal aber in Grenzen. Große Reizthemen gibt es offenbar nicht. Zur Sprache kamen insbesondere Sorgen und Probleme im Zusammenhang mit dem Verkehr.

Wissen wollte Daniel Förtsch, ob und wann eine Sanierung der Grundschule in Eßleben geplant sei. Dringenden Handlungsbedarf sah er bei den sanitären Anlagen. Punktuelle Verbesserungen, wie etwa bei der Aula, und die Behebung von Defekten würden gemacht, sagte Baumgartl. An eine Generalsanierung sei aber in den nächsten Jahren nicht gedacht. Bekannt sei der Wunsch von Lehrern und Schülern, mittels Akustikdecken den Lärmpegel zu senken. Bei den Toiletten seien ihr keine Mängel bekannt. Nach einem Einwand von Förtsch, dass die Pissoire öfters nicht abliefen, sicherte Baumgartl eine Abklärung mit Hausmeister und Sicherheitsbeauftragten zu.

Klaus Schäfer bekam von der Bürgermeisterin die Auskunft, dass sich eine Firma in den nächsten Wochen um die laut klappernden Kanaldeckel in der Gambachstraße, die Ortsdurchfahrtsstraße ist, kümmert. Moniert hatte Schäfer in seinem schriftlichen Antrag auch eine schlechte Parkmoral und Parken auf dem Gehsteig, weil die Parkmarkierungen verblasst seien. Wie Baumgartl sagte, sei der Bauhof bereits mit der Erneuerung beauftragt. Für dringend angezeigt hielt Schäfer verstärkte Geschwindigkeitskontrollen in der engen Ortsdurchfahrt. Eine Durchführung müsse mit dem Landratsamt abklärt werden, da es sich um eine Kreisstraße handele, sagte Baumgartl.

Otmar und Elisabeth Rumpel plädierten in einem schriftlichen Antrag für ein Tempolimit im nördlichen Bereich der Gambachstraße Richtung Schwebenried. Dieser Wunsch der Schraudenbacher ist nicht neu und wurde auch schon mit einer Unterschriftenliste verdeutlicht. Baumgartl verwies auf mehrere erfolglose Verkehrsschauen mit Polizei und Landratsamt bei der Kreisstraße. "Ich verstehe ihre Sorge", sagte die Bürgermeisterin und versprach einen erneuten Anlauf mit Unterstützung der örtlichen Gemeinderäte bei der nächsten Verkehrsschau. Der Vorschlag von beidseitig versetztem Parken wurde von Baumgartl als Anregung festgehalten.

Prüfen lassen will sie auch den Vorschlag von Klaus Schäfer, das Wohngebiet "Am Zwirn", wo viele Familien mit Kinder wohnten, als verkehrsberuhigten Bereich auszuweisen.

Missbraucht als mittlerweile größter Parkplatz in Schraudenbach würde der Wendeplatz in der "Hollerstaude", kritisierte Gerd Günther und verlangte Abhilfe. Die Verkehrsüberwachung werde hingeschickt, sicherte Baumgartl zu. Abgeklärt wird auch, ob die von Udo Rumpel vorgeschlagenen Markierungslinien auf der Straße zur besseren Kenntlichmachung der Rechts-vor-Links-Kreuzungen machbar sind.

Die hohen Bordsteine bei der ausgebauten Ortsverbindungsstraße nach Stettbach sind zum Schutz der Fußgänger "bewusst" gesetzt worden, sagte Baumgartl. Angemerkt hatte Konrad Klein, dass dies das Ausweichen landwirtschaftlicher Fahrzeug erschwere.

Wegen der mittlerweile vielen Hunde im Ort schlug Steffen Schmitt die Aufstellung von weiteren Hundetoiletten mit Tüten beim Kindergarten und beim Sportgelände vor. Unabhängig davon seien Hundehalter verpflichtet, die Hinterlassenschaften mitzunehmen, stellte Baumgartl fest. Erst einmal müsse jeder Ortsteil damit ausgestattet werden. Außerdem verwies sie auf den zeitlichen Aufwand der erforderlichen Leerungen durch den Bauhof.

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